Weitere Erkundung
The Man’s Guide to
Haute Horlogerie

Die Entwicklung und ständige Verbesserung von Uhrwerken, Funktionsanzeigen und Gehäusen ist in Schaffhausen seit 1868 Teil der Firmenphilosophie. So sind Komplikationen wie ewiger Kalender, Konstantkraft-Tourbillon und Minutenrepetition nicht nur historische Errungenschaften der Uhrmacherkunst, sondern auch Ergebnisse eigener Konstruktions- und Entwicklungsarbeit. Mit der siebenteiligen Videoserie “The Man’s Guide to Haute Horlogerie” erhalten Sie einen exklusiven Einblick in die faszinierende Welt der Haute Horlogerie aus Schaffhausen.

TAMPONDRUCK

Wer die grau lackierte Türe mit dem kleinen Guckfenster im Industriegebiet von Neuhausen bei Schaffhausen öffnet, taucht mit den Ohren in einen langsamen Techno-Rhythmus ein.

Ingenieur Doppelchronograph Titan

Die neue IWC Ingenieur Doppelchronograph in Titan ist ein Zeitwerkzeug erster Güte und ein Meisterstück der Ingenieurskunst. Sie erfüllt kühne Männerträume

Jetzt ist Sternzeit

Die Portugieser Sidérale Scafusia ist ein weiterer Stern am strahlenden Firmament der Haute Horlogerie von IWC Schaffhausen. Zehn Jahre intensiver Entwicklungsarbeit sind in dieses beeindruckende Meisterwerk geflossen

Ein Traum von einer Uhr

Die Grande Complication erlebte ihren 20. Geburtstag im neuen Gehäuse und als Mitglied der Portugieser-Familie – in Sachen Alltagstauglichkeit und in der Summe ihrer faszinierenden Funktionen nach wie vor unerreicht

Willkommen im Club

Der legendäre Name jener schlichten Uhr mit Automatikaufzug und dem federnd im Gehäuse gelagerten Uhrwerk ist zurück

Ikonen des guten Stils

Einen grossen Auftritt als klassische Uhrenschönheit feiert die Portugieser Automatic, deren zeitlose Eleganz auf technische Perfektion trifft

Die Diva der Portugieser-Familie

Aus der Portugieser Tourbillon Mystère wurde jetzt die Portugieser Tourbillon Mystère Rétrograde. Mit einer am Monatsende zurückspringenden Datumsanzeige

Entdeckungsreise

Ein Atelier am Rhein

Von Michael Friedberg

Text — Michael Friedberg Datum — 19. Dezember 2012

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Haute Horlogerie bedeutet wörtlich übersetzt „hohe Uhrmacherei“. In gewisser Hinsicht ist jede Form der feinen Uhrmacherkunst „hoch“ – die Herstellung einer feinen Uhr bei IWC erfordert Finesse, Kunstfertigkeit und minutiöses Geschick. Die feinsten dieser feinen mechanischen Uhren werden von den Zeitmessern gebildet, die mit herausragenden und verblüffenden Komplikationen – wahren Meisterwerken der Uhrmacherei – ausgestattet sind. Bei IWC sind dies Tourbillons, Minutenrepetitionen, Grandes Complications und insbesondere ein ganz bestimmtes Modell: die Portugieser Sidérale Scafusia.

Bei diesen Uhren erfordert das Zusammensetzen nicht nur Stunden oder Tage, sondern nimmt ganze Wochen in Anspruch. Tourbillons beispielsweise wirken den Einflüssen der Schwerkraft auf die wichtigsten Bauteile des Uhrwerks – die Hemmung und die Unruh – entgegen. Dazu müssen diese Elemente in einen sich drehenden Tourbillonkäfig eingebaut werden. Ein Uhrwerk zu schaffen, das sich quasi um die eigene Achse dreht, ist eine beeindruckende Leistung; dafür müssen zahlreiche winzige Bauteile perfekt zusammengesetzt und eingestellt werden.

Dasselbe gilt für Minutenrepetitionen, also Uhren, die die Stunden und Minuten anschlagen. Das Stimmen der einzelnen Teile für die Erzeugung eines melodischen Klangs durch das Aufschlagen der Hämmerchen zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt erfordert großes Geschick und höchste Kunstfertigkeit. Besonders kompliziert sind die sogenannten Grandes Complications, wie schon ihr Name andeutet. Bei IWC verfügen sie nicht nur über einen ewigen Kalender, sondern sind auch mit einem Chronographen zum Messen verstreichender Zeitintervalle sowie mit einer Minutenrepetition ausgestattet.

Und auch diese Uhren werden in ihrer Komplexität noch übertroffen – von der Portugieser Sidérale Scafusia, die nicht nur die klassische bzw. die Sonnenzeit anzeigt, sondern auch die Sideral- bzw. die Sternzeit. Neben dem patentierten Konstantkraft-Tourbillon auf der Zifferblattseite verfügt diese Uhr auf der Bodenseite über eine Darstellung des Nachthimmels mit hunderten Sternen, wie sie von einem individuell wählbaren Ort auf der Erde aus zu sehen sind, und zeigt darüber hinaus die Laufbahn der Sonne innerhalb eines Jahres sowie den Himmelsäquator an. Abgerundet werden diese Anzeigen von einem ewigen Kalender mit dem absoluten Tag des Jahres und einer Anzeige für den Sonnenauf- und -untergang.

Diese komplizierten Uhren sind absolute Highlights der feinen Uhrmacherkunst. Bei ihnen handelt es sich um weitaus mehr als komplizierte Instrumente – sie sind herausragende Kunstwerke. Und auch die Uhrmacher, die sie herstellen, sind vielmehr als nur Handwerker: Sie sind wahre Künstler, die mit ihren herausragenden Leistungen die Bedeutung der Haute Horlogerie in der heutigen Zeit prägen.

Bei IWC gibt es eine besondere Abteilung, die man auch als Atelier innerhalb eines Ateliers bezeichnen könnte. Sie ist exklusiv der Herstellung dieser Meisterwerke gewidmet. Geleitet wird sie von Hansjörg Kittlas, einem technischen Experten, anspruchsvollen Uhrmacher und echten Künstler, der sich jedoch durch eine angenehme Bodenständigkeit auszeichnet. Er ist ein sehr umgänglicher Mensch und jünger als man vermuten würde, wenn man bedenkt, welch anspruchsvolle Arbeit hinter diesen Uhrwerken steckt.

—Hansjörg Kittlas über seine grosse Liebe - Die Minutenrepetition

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Hansjörg Kittlas ist durch und durch Uhrmacher. Bereits in seiner Kindheit in Ostdeutschland interessierte er sich für die Uhrmacherei. Als Jugendlicher lernte er bei einem privaten Uhrmacher in Sachsen, bevor er eine staatliche Schule besuchte, deren Programm einen wochenweisen Wechsel zwischen theoretischem Unterricht und praktischer Arbeit vorsah. An seinem letzten Schultag im Jahr 1994 schrieb sein Lehrer an die Tafel: „Lange sucht junge Menschen für mehr“.

Damals wurden die Lehrlinge von Lange & Söhne noch bei IWC ausgebildet, doch wollte Hansjörg Kittlas nicht ein ganzes Jahr in der Schweiz verbringen. Von daher arbeitete er zunächst für ein anderes Unternehmen in Dresden, bis er 1995 eingeladen wurde, sich erneut bei Lange zu bewerben. Sein Vorstellungsgespräch führte er mit Ronald Jäger, dem verantwortlichen Direktor der Produktion bei IWC. Der Test war einfach: ein relativ einfaches Uhrwerk, das Kaliber 30110, auseinanderbauen und erneut zusammensetzen.

Der Rest ist Geschichte. Hansjörg Kittlas trat sofort seine neue Stelle an und arbeitete schon bald in der Abteilung für Ewige Kalender von IWC. Ronald Jäger hatte anscheinend einen Blick für qualifizierte Menschen, denn mittlerweile blickt Hansjörg Kittlas trotz seiner großen Bescheidenheit auf eine beeindruckende Karriere in Schaffhausen zurück. Er leitet eine kleine Gruppe von Uhrmachern, die im Haute Horlogerie-Atelier arbeiten und Grandes Complications, Minutenrepetitionen, Tourbillons sowie die ausserordentlich seltene Portugieser Sidérale Scafusia herstellen.

Die kleine Abteilung ist verantwortlich für diese technisch aufwändigen und komplexen Uhrwerke. Für das bearbeiten der winzigen Bauteile verfügen die Uhrmacher und Uhrmacherinnen dieses Ateliers über verblüffende Fähigkeiten und sehr viel Geduld. Die eigentliche Zielsetzung sieht vor, dass jeder Uhrmacher dieser besonderen Abteilung die Anfertigung aller hier produzierten Uhrwerke beherrscht. Doch haben sich die einzelnen Uhrmacher verständlicherweise auf einen ganz bestimmten Bereich spezialisiert. So auch Hansjörg Kittlas, dessen Fachbereich die Minutenrepetitionen sind.

Wer sich mit ihm unterhält, merkt schnell, dass Hansjörg Kittlas diese Uhren liebt. Er kennt all ihre Feinheiten und ist jedes Mal begeistert, wenn eine Minutenrepetition zum ersten Mal erklingt und zum Leben erwacht. Trägt er als echter Künstler auch eine Uhr mit Minutenrepetition, die er selbst mit höchster Sorgfalt hergestellt hat?
Nein. An seinem Handgelenk prangt ein schlichtes IWC Porsche Design Modell aus den 1980er-Jahren und das aus einem ganz bestimmten Grund. Diese Uhr ist das Verlobungsgeschenk seiner damaligen Verlobten und jetzigen Frau, als er noch am Anfang seiner Karriere stand. Und er fügt verbindlich hinzu: „Ich brauche keinen Champagner zum Frühstück“.

Hansjörg Kittlas ist ein unkomplizierter Uhrmacher, ein charmanter und offener Mensch, der einfach nur unglaublich komplizierte und herausragende Uhren herstellt. Für den Liebhaber und Kenner der Haute Horlogerie sind diese Uhren weitaus kostbarer als Champagner. Gemeinsam mit seinem Team ist Herr Kittlas verantwortlich für die hochwertigsten Uhren von IWC.

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