Weitere Erkundung
Die besten Helme für die besten Fahrer

Tradition mit Sicherheit: Der Helmhersteller Schuberth aus Magdeburg ist seit dem Jahr 2000 einer von drei Ausrüstern der FORMEL 1. „Die besten Helme für die besten Fahrer“, so das Motto des Unternehmens. In der Tat: Seit Beginn der Zusammenarbeit wurden Fahrer mit Schuberth-Helmen auf dem Kopf insgesamt fünf Mal zum Weltmeister gekrönt.

Waldis Safes
Waldis Safes

Tresore helfen, Eigentum zu sichern – zum Beispiel auch eine wertvolle Uhrensammlung. Waldis Tresore ist der führende Safe-Hersteller in der Schweiz. Watch International hat ihn besucht.

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Santoni

Aus der italienischen Manufaktur von Vater und Sohn Santoni kommen elegante Schuhe von höchster Qualität. Handgefertigte Nähte und eine mehrschichtige Lederfärbung machen jeden Schuh zum Unikat

Der Brückenbauer

Dennis Lee baut für IWC im Riesenreich China den Markt auf

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Schweizer Nationalfeiertag

Entdecken Sie die verborgenen Talente der IWC Uhrmacher.

Kurt Klaus
DIE KUNST DES GESCHICHTENERZÄHLENS UND TRÄUMENLASSENS

Jede Uhr erzählt eine Geschichte. Sie handelt von ihrer Herkunft und ihrem Alter, von ihrer Persönlichkeit und ihrem Charakter, von ihrer Tradition und Kultur und nicht zuletzt von ihrem Besitzer.

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Alan Myers

Ich bin kein typischer Uhrensammler. Mir geht es nicht um das Äussere einer Uhr. Mir geht es um das, was darinsteckt

Pellaton
Leichter und härter als Stahl

Leichter und härter als Stahl, absolut kratzfest und eine spiegelglatte Oberfläche, die sich auf der Haut angenehm weich anfühlt: Die einzigartige Kombination von Eigenschaften macht die Keramik zum idealen Material für Uhren.

Entdeckungsreise

BRUNELLO CUCINELLI

DIE EXKLUSIVE KASCHMIRMODE VON BRUNELLO CUCINELLI IST IN NEW YORK EBENSO BEGEHRT WIE IN SAINT-TROPEZ. SEINE MANUFAKTUR IST EIN MITTELALTERLICHES DORF IN UMBRIEN.

Text — Michaela Namuth Fotos — Maurice Haas Datum — 3. Februar 2012

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—Brunello Cucinelli ist einer der erfolgreichsten Unternehmer Italiens.

Als Brunello Cucinelli 1985 nach Solomeo kam, war es ein halbverlassenes Dorf auf einem grünen Hügel. Heute ist der Name des mittelalterlichen Borgo nahe der umbrischen Stadt Perugia weltbekannt. Denn von hier aus verschickt Cucinelli seine chicen Kaschmirkollektionen nach New York, Moskau, Hongkong und Gstaad. Die antiken Steinmauern wurden auf das feinste restauriert. „Schönheit wird die Welt erlösen“, steht auf einem Metallschild neben einer der Eingangspforten. Der Dostojewski-Satz ist Cucinellis Leitmotiv. In Solomeo sollen nicht nur Strickmaschinen, sondern auch die schönen Künste einen Platz finden. Es gibt eine Bibliothek und ein neu gebautes Theater, in das Musiker und Schauspieler aus aller Welt geladen werden. In dem Gebäude hinter der zentralen Piazza liegt das Restaurant für die Beschäftigten. Es ist ein rustikales Lokal mit schweren Holztischen und einem täglich wechselnden Angebot von Gerichten aus der Region, die für ihren guten Wein und ihre Trüffelgerichte bekannt ist. Es scheint, als sei Solomeo eher ein Kurort als ein Firmen-Headquarter. Dahinter steckt kein Zufall, sondern die Philosophie des Unternehmers. „Eine angenehme Umgebung inspiriert die Kreativität und man arbeitet besser“, erklärt Cucinelli. Er selbst hat das Turmzimmer bezogen, aus dem er – wie einst der Fürst – über das ganze Tal blicken kann. „Das befreit den Geist“, sagt der 57-Jährige. Als Cucinelli Ende der 1970er Jahre begann, farbige Kaschmirpullover zu fertigen, hatte er zwei Mitarbeiter und 500 000 Lire Kredit in der Tasche. Heute beschäftigt er fast 600 Personen, und weitere 1500 fertigen in kleinen Manufakturen Strickmode für sein Luxuslabel. In Umbrien hat die Fertigung von Strickwaren eine lange Tradition, die in den kleinen Ateliers und Werkstätten, die Cucinelli zuarbeiten, bewahrt wird. „Diese Zusammenarbeit ist eine typisch italienische Produktionsweise, die uns erlaubt, traditionelle Handarbeit in die ganze Welt zu exportieren“, sagt er. Die komplizierteren und aufwendigeren Kleidungsstücke werden in der eigenen Werkhalle vor den Toren von Solomeo gefertigt. Hinter den dicken Mauern des Dorfes hingegen werden die Prototypen der Kollektionen gestrickt und genäht.

Hier arbeitet auch das zwölfköpfige Designer- Team, zu dem Cucinellis Töchter Camilla und Carolina gehören. Letztlich verantwortlich für den Stil des Hauses ist aber der Chef persönlich. Cucinelli macht aus Kaschmir Mode, die trendy ist. Natürlich gibt es immer noch den klassischen grauen Kaschmirpullover mit V-Ausschnitt, aber es sind viele neue Modelle dazugekommen: Lederjacken mit angesetzten Strickärmeln, Zigarettenhosen für den Herrn, kurze und lange Röcke, Leggings und neuestens sogar Abendkleider aus feinstem Strickmaterial. In der Sommerkollektion dominieren warme Gelb- und Rottöne, auch bei den Männern. „Ich inspiriere mich bei meinen Entwürfen an der Mode, die ich in New York oder Perugia auf der Strasse sehe“, erklärt Cucinelli. Von den Designer-Zeichnungen werden Schnittmodelle angefertigt. Sie sind die Vorlagen für die Prototypen.

—Nicht nur über den Fachhandel, sondern auch in 47 hauseigenen Boutiquen verkauft Brunello Cuccinelli seine Kreationen.

„ICH HABE WENIGER SORGE, DASS ICH IN ZUKUNFT NEUE KÄUFER FÜR MEINE KOLLEKTIONEN ALS KUNDIGE FRAUEN FÜR DIESE SCHWIERIGEN ARBEITEN FINDE.“

—Brunello Cucinelli

Je nach Modell und Strickart wird das Garn gewählt. Cucinelli verwendet Kaschmir aus China und aus der Mongolei und lässt sich die bereits zum Faden versponnene Edelwolle nur von den italienischen Firmen Loro Piana® und Cariaggi® liefern. Kaschmir ist ein besonders wertvolles Material, weil nur das flauschige Unterhaar der Ziege verwendet wird. Es ist im Sommer angenehm kühlend und wärmt im Winter. Typisch für die Mode aus Solomeo ist, dass Kaschmir mit anderen exklusiven Materialien wie Seide, Leder oder handgefertigten Stickereien kombiniert wird. Die Schnittmodelle und das Garn kom men erstmals in den erfahrenen Händen von Stella Salvatelli und den anderen Frauen zusammen, die in einem der antiken Steinhäuser die Prototypen fertigen. Signora Salvatelli arbeitet seit über 30 Jahren mit handbetriebenen Strickmaschinen. Sie hat gerade den schwierigen Job, einen Kragen, der gleichzeitig die bereits fertigen Einzelteile nahtlos verbindet, an das neue Abendkleidmodell zu stricken.

Diese muss sie Masche für Masche in die Nadeln ihrer Maschine einhaken. Dann bewegt sie mit der Hand langsam den Schieber mit dem Faden hin und her. Bei jeder Bewegung entsteht eine Reihe. Bei diesem Modell ist sie besonders vorsichtig, denn in dem Garn sind Pailletten eingearbeitet. Stella Salvatelli macht ihre Arbeit nach all den Jahren immer noch gern, weil es ihr nie langweilig wird: „Jedes neue Modell ist eine Herausforderung.“ Die Prototypen sind für die verschiedenen Hersteller bestimmt, wo die Kleidungsstücke auf dieselbe Weise gefertigt werden, wie es Stella Salvatelli und ihre Kolleginnen in Solomeo tun. Nach jedem Arbeitsschritt kommen die Einzelteile aber zur Kontrolle zurück ins Hauptquartier. Mindestens sechs Mal wird ein Stück auf hundertprozentige Qualität geprüft, bevor es ein echter Cucinelli werden darf. Zu diesem Zweck wird es in den „Spiegelsaal“ geschickt, wie man in Solomeo den Raum nennt, wo die Leuchttische stehen. Auf diesen werden die Gewebe genauestens unter die Lupe genommen. Ist eine Masche gefallen oder zu locker gestrickt, kommt Rita Tiradossi zum Einsatz. Sie repariert mit kleinen Häkelnadeln und anderem winzigem Gerät alles, was nicht perfekt geraten ist.

—Mindestens sechs Mal wird ein Stück auf hundertprozentige Qualität geprüft bevor es ein echter Cucinelli werden darf.

ICH INSPIRIERE MICH BEI MEINEN ENTWÜRFEN AN DER MODE, DIE ICH IN NEW YORK ODER PERUGIA
AUF DER STRASSE SEHE.

—Brunello Cucinelli

Unternehmer und Philosoph

Brunello Cucinelli ist einer der erfolgreichsten Unternehmer Italiens. Aber er ist auch ein Mann der Kultur. Deshalb hat der 1953 geborene Selfmademan das umbr ische Burgdorf Solomeo nach Originalvorlagen restaurieren lassen und dort seine Kaschmirmanufaktur eingerichtet. Da es sich seiner Meinung nach aber von Brot allein nicht leben lässt, gibt es in dem mittelalterlichen Ort auch eine Bibliothek und ein Theater im Renaissance-Stil, die den Beschäftigten offenstehen. Das Theater ist Teil des „Forums der Künste“ – eines Komplexes aus Gebäuden, Plätzen, Terrassen und einem Amphitheater, der nicht nur der Darbietung, sondern auch der Meditation dienen soll. Nach Solomeo kommen Künstler und Besucher aus aller Welt, um mit dem Hausherrn zu philosophieren und die Schönheit des genius loci zu geniessen. Cucinelli selbst erzählt gern, dass er aus einer umbrischen Bauernfamilie stammt. Seine Unternehmerkarriere begann in den 1970er Jahren mit der Herstellung von farbenfrohen Kaschmirpullovern. Angesichts der üblichen grau-braunen Kaschmirklassiker von damals war dies eine mutige Strategie – und sie hatte von Anfang an Erfolg.

Hinter ihr steht ordentlich aufgereiht die gesamte Farbpalette an Garnspulen, die für die Kollektionen verwendet wird. Die Arbeit von Rita Tiradossi und ihren Kolleginnen ist ein Geduldsspiel und erfordert Fingerfertigkeit und Erfahrung. „Ich habe weniger Sorge, dass ich in Zukunft neue Käufer für meine Kollektionen als kundige Frauen für diese schwierigen Arbeiten finde“, erklärt ihr Chef. Wenn sein Geschäft weiter so boomt wie in den letzten Jahren, wird sich Brunello Cucinelli gewiss nach neuem Personal umsehen müssen.

Der Gewinn seines Unternehmens ist 2010 um 83 Prozent auf 15 Millionen Euro gestiegen, der Umsatz lag bei über 200 Millionen Euro. Dieses Jahr werden es nach seinen Schätzungen 245 Millionen sein. Die USA, Deutschland und die Schweiz gehören zu den wichtigsten Auslandsmärkten. Bislang verteilt sich der Umsatz zu je einem Drittel auf Italien, das übrige Europa und Nordamerika. Der chinesische Markt macht erst 2 Prozent aus. Um hier wachsen zu können, braucht Cucinelli viel Geld. Das möchte er sich künftig an der Börse holen. Im kommenden Frühjahr sollen die Aktien des Unternehmens an der Mailänder Piazza Affari platziert werden. Bis dahin macht der umbrische Selfmademan weiter neue Geschäfte auf. In den vergangenen zwei Jahren sind aus 7 hauseigenen Boutiquen 47 geworden – alle gut platziert in den besten Flanierstrassen der Welt. In den Geschäften gibt es nicht nur Kaschmirstrick, sondern auch Hemden, Jeans und eine grosse Auswahl an Accessoires wie Schuhe, Taschen, Koffer und Gürtel. Alle Produkte gehören zur eigenen Kollektion. Lizenzen vergibt Cucinelli grundsätzlich nicht. „Echter Luxus muss exklusiv und von höchster Qualität sein“, so sein Credo.

Zum Wert eines Produkts gehört für ihn aber auch die Art und Weise, wie es hergestellt wird. „Über das Internet kann heute jeder erfahren, wo und wie sein Kaschmirmantel angefertigt wurde, und das ist richtig so“, findet Cucinelli. Was er in Solomeo zu zeigen hat, kann sich schliesslich sehen lassen. Damit will er sich aber nicht zufriedengeben. Ganz im Sinne Dostojewskis – den er ebenso gern liest wie Sokrates und den heiligen Franziskus – will er weiter dazu beitragen, die Welt zu verschönern. Ein Teil des Firmengewinns wird deshalb in die Restaurierung des antiken Borgo investiert. Sein nächstes Projekt ist ein Haus für die Gäste. Denn in Zukunft erwartet Brunello Cucinelli noch mehr Besucher in Solomeo. Eine Gruppe chinesischer Manager, die er unlängst herumführte, wollte gleich den ganzen Ort kaufen. Darüber lacht er herzlich. Bruno Cucinelli verkauft seine luxuriöse Mode heute in über tausend Multibrand- Boutiquen rund um den Globus. Im Unternehmen arbeiten auch seine Frau Federica, die ihn vor über 30 Jahren nach Solomeo geholt hat, und seine beiden Töchter. 2010 wurde er in Monte Carlo mit dem „World Entrepreneur of the Year “-Award und mit der Ehrendoktorwürde der Universität Perugia ausgezeichnet.

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