Weitere Erkundung
DURCH EVOLUTION ZUM FORTSCHRITT

It’s Aqua Time: Dieses Jahr lanciert IWC gleich mehrere neue Modelle seiner legendären Taucheruhren-Familie. Alle Modelle sind dabei mit dem IWC-SafeDive- System ausgestattet, das die Ingenieure der Schaffhauser Manufaktur entwickelt haben, um das Tauchen noch komfortabler zu machen. Und wissen sich dabei in einer stolzen Tradition: Seit fast 50 Jahren nämlich steht IWC auch für Uhreninnovationen „unter Wasser“.

Paradiesische Küste

Der Weg von Genua nach Portofino ist eine der schönsten Strecken der ligurischen Riviera und genau das Richtige für ein verlängertes Wochenende

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EINE HALBE MONDREISE

30 Tonnen in 10.000 Einzelteile zerlegtes material und mindestens 60 Spezialisten des MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ team folgen dem FORMEL-1-Zirkus über fünf Kontinente. damit alles immer termingerecht am richtigen Ort ist, ist ein perfekt ausgeklügeltes System genauso notwendig wie jede Menge Improvisationstalent.

Der erste Flug von Antoine de Saint-Exupéry

Antoine de Saint-Exupéry, Flieger und Schriftsteller, wurde bereits mit 12 Jahren auf dem Flugplatz von Ambérieu unweit seines Elternhauses vom „Flugfieber“ gepackt.

Die Zeit ist reif

Die Parallelen zwischen FORMEL 1-Motorsport und Haute Horlogerie sind nicht zu übersehen: Technologie, Innovation und modernstes Design spielen in beiden Bereichen eine zentrale Rolle, und beide werden von der Zeit bestimmt. Das MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ Team möchte das Rennen gegen die Zeit gewinnen – und IWC Schaffhausen gibt den Rhythmus vor.

Höhenflug

Es ist keineswegs aus der Luft gegriffen, dass sich IWC-Fliegeruhren zu wahren Ikonen entwickelt haben. Die überaus beliebten Modelle stehen für die Werte von IWC und definieren das gesamte Fliegeruhrensegment der Schweizer Uhrenindustrie.

Von Generation
zu Generation

Vater und Sohn sitzen am Tisch vor einer freskenverzierten Wand. Wenn sie über Geschäfte sprechen, treffen sie sich im Firmenheadquarter: einer barocken Villa nahe der norditalienischen Stadt Treviso.

Folge 3: Was hat Stil damit zu tun?

Uhren sind das bedeutendste Statement eines Mannes über seinen persönlichen Stil.

Entdeckungsreise

C. G. JUNG

Diese Uhr aus der Schaffhauser Manufaktur schenkte C. G. Jung (1875–1961), der berühmte Begründer der analytischen Psychologie, seiner angebeteten Emma

Text — Iris Kuhn-Spogat Fotos — Maurice Haas Datum — 19. August 2011

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—In den goldenen Zwischenboden ist eingraviert "Fräulein Emma Rauschenbach de Dr. C. G. Jung, 16. Februar 1903"

Eine Arztpraxis, untergebracht in einer Vierzimmerwohnung im Parterre eines Miethauses am Rande von Uster. Hier praktiziert Rudolf Niehus, Dr. med., Arzt FMH, täglich von morgens bis abends – und das obschon sich der 70-Jährige längst zur Ruhe setzen könnte. Warum? Arzt zu sein ist für ihn nicht Beruf, sondern Berufung, nicht Arbeit, sondern Erfüllung. Dazu gefunden hat er über seinen Grossvater, den berühmten Carl Gustav „C. G.“ Jung. Doch dazu später.

Rudolf Niehus hat zu sich in die Praxis eingeladen, um eine IWC Uhr zu zeigen, die es nur bei ihm zu sehen gibt: Es ist die Uhr, die C. G. Jung, der berühmte Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie, Emma Rauschenbach zur Verlobung geschenkt hat. „Sie war seine grosse Liebe“, sagt Niehus, rollt auf seinem Bürostuhl zu einem Korpus, öffnet die oberste Schublade, entnimmt ihr eine schwarze Schmuckdose und rollt zurück zum Pult, öffnet die Schatulle, legt sich die Uhr, die an einer langen Goldkette angemacht ist, in die linke Hand, wiegt sie, versinkt für Sekunden in Gedanken und sagt dann nicht ohne Stolz: „Das ist sie.“

Das Geschmeide dürfte Emma Rauschenbach nicht wirklich überrascht haben, schliesslich war sie die Tochter des damaligen IWC-Besitzers Johannes Rauschenbach. Und doch war diese Uhr etwas Besonderes, ein Unikat. Nicht viel grösser als ein Einfrankenstück, bauchig, ganz aus Gold, sieht sie auf den ersten Blick aus wie ein Medaillon. Vom verglasten Zifferblatt ist nichts zu sehen. Es liegt verborgen unter einem goldenen Sprungdeckel, in den ein verschnörkeltes E und R eingraviert und mit winzigen Rubinen und Diamanten reich verziert ist. Ein Knopfdruck, der Deckel springt auf. Niehus blickt auf die Portugieser an seinem Handgelenk und vergleicht die Zeit; «stimmt ganz genau».

Gern würde er auch den Deckel öffnen, der das Uhrwerk verbirgt, schafft es aber nicht. „Ich habe diese Uhr heute zum ersten Mal seit vielen Jahren aus dem Safe genommen“, erklärt er; „es gibt einen Trick.“ Was für ein Modell die Uhr ist? Was für einen Wert sie hat? „Das weiss ich nicht“, sagt Rudolf Niehus; „überhaupt weiss ich wenig von dieser Uhr, meine Mutter hat sie getragen und dann meine Frau.“ In dem Moment hat er den „Trick“ gefunden, um den Deckel auf der Rückseite der Uhr zu öffnen. In den goldenen Zwischenboden ist eingraviert „Fräulein Emma Rauschenbach de Dr. C. G. Jung, 16. Februar 1903“, Ziffern und Zeichen, die nur mit einer Lupe lesbar sind („300 000, 18 Karat, 750, JWC“) und dann eingraviert zwei sich berührende Hände – „das Symbol für die Verlobung“, sagt Niehus, klappt den Zwischenboden auf, zeigt das tickende Uhrwerk, lacht und sagt: „Sie läuft und läuft und läuft, seit über 100 Jahren.“

Rudolf Niehus, das wird rasch klar, ist weder ein Connaisseur noch ein Uhrensammler; aber an dieser einen speziellen hängt er sehr. Er bewahrt sie auf in seinem Tresor und wird sie eines Tages seiner Tochter oder seinem Sohn vermachen. Wer von den beiden längst erwachsenen Niehus-Kindern die Uhr einmal bekommt, ist ihm nicht wichtig. Für ihn zählt nur eins: „Verkauft werden darf sie nicht. Sie soll in unserer Familie bleiben.“ Die Uhr ist für ihn wertvoll, nicht wegen dem, was sie ist, sondern wegen dem, was sie verkörpert: Liebe auf den ersten Blick, die nie mehr endete.

—Der Enkel von C. G. Jung, Rudolf Niehus (links), und sein Sohn Matthias zeigen die IWC-Uhr, die der berühmte Psychiater vor über hundert Jahren seiner nachmaligen Frau Emma Rauschenbach geschenkt hatte

Wenn wir zu Besuch waren, haben wir einfach gemacht, was der Grossvater C. G. Jung gesagt hat. Alle haben immer gemacht, was er gesagt hat

—Rudolf Niehus

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—Emma Rauschenbach und ihr Mann C. G. Jung waren Mitbesitzer der IWC Schaffhausen

Die Geschichte: C. G. Jung, damals 21-jähriger Medizinstudent, war zu Besuch bei Freunden in Schaffhausen und hatte von seiner Mutter den Auftrag, den Rauschenbachs, die sie von früher kannte, einen Gruss zu überbringen. Als Jung im Eingang im Hause Rauschenbach stand, erblickte er auf der Treppe die 15-jährige Emma – und war tief berührt. „Er sagte danach zu einem Freund, dieses Mädchen würde seine Frau werden“, erzählt Niehus.

Von dieser schicksalhaften Begegnung weiss Niehus nur dank den Memoiren von C. G. Jung. Darüber gesprochen hat der Grossvater mit ihm nie. Auch nicht darüber, wie es weiterging: Sechs Jahre später kehrte C. G. Jung zurück und warb um Emma Rauschenbach. Aus ihm war ein promovierter Arzt geworden mit einer Anstellung in einer renommierten Zürcher Klinik. Gemäss Chronisten gab die junge Frau ihrem Verehrer erst einen Korb und sagte bei seinem zweiten Antrag aber Ja. 1903, im Alter von 21 Jahren, wurde aus Emma Rauschenbach Emma Jung. Obschon aus bürgerlichem Haus, hatte sie keine höhere Bildung erhalten.

Ich war tief erschüttert davon; Denn ich hatte sie ja nur einen kurzen Augenblick gesehen, aber sofort mit absoluter Sicherheit gewusst, dass sie meine Frau würde

—C. G. Jung

Das holte sie nun als Dame des Hauses, als Mutter von fünf Kindern, als Frau von C. G. Jung nach. Sie befasste sich mit Mathematik, Latein und Griechisch und interessierte sich von Anfang an für die Arbeit ihres Mannes. Sie beteiligte sich an seinen Forschungen, liess sich von ihm analysieren und wurde über die Jahre selbst zur Psychoanalytikerin – ab 1930 war sie nicht mehr nur die Frau an Jungs Seite, sondern auch eine Arbeitskollegin.

Die Biografin Aniela Jaffé schreibt über Emma Jung: „Ihr Leben war von ungewöhnlichem Reichtum und war Erfüllung, weil die Treue zu ihrem eigenen Wesen zusammenfiel mit der Treue zu ihrem Mann und dem tiefen Verständnis für dessen Lebenswerk.“ Bei all der Fortüne – das Paar Jung, seit 1905 Mitbesitzer an der IWC, war auch materiell privilegiert – gab es im Leben der Emma Jung einen grossen Kummer: die Untreue ihres Mannes. Kurz nach der Geburt des fünften Kindes begann C. G. Jung eine Beziehung mit der jungen Patientin Antonia „Toni“ Wolff, die dann beinahe 40 Jahre dauerte und Emma Jung in eine Dreiecksbeziehung zwang. Statt ihren Mann zu verlassen, blieb sie – Jung bezeichnete sie als „das Fundament meines Hauses“ – an seiner Seite. Statt zu zerbrechen, brachte sie unter Aufbietung ihrer überragenden Intelligenz einen weiblichen Approach in die oftmals sexistische Arbeit von Psychoanalyse-Pionieren wie Sigmund Freud. Niedergeschrieben hat sie ihre Erkenntnisse in „Animus und Anima“, dem einzigen Buch, das es von ihr gibt.

Alles ist lange her. Emma Jung ist 1955 gestorben, C. G. Jung 1961. Und doch erinnert sich Rudolf Niehus lebhaft an seine Grosseltern. „Meine Grossmutter war eine vornehme Dame, sehr zurückhaltend, sehr scheu und immer top frisiert“, sagt Niehus; „wenn wir krank waren, hat sie uns besucht.“ Auch das Verhältnis zum Grossvater war eher distanziert als vertraut. Niehus erinnert sich an C. G. Jung als „Chef de famille“, als Mann, der allen rund um sich herum intellektuell weit überlegen war. Kein Grossvater, der Geschichten erzählt, kein Grossvater zum Spielen, sondern einer zum Bewundern – und auch ein bisschen zum Fürchten. „Wenn wir zu Besuch waren, haben wir einfach gemacht, was er gesagt hat“, sagt Niehus; „alle haben immer gemacht, was er gesagt hat.“

Das sei zwar manchmal eine Belastung gewesen, zuweilen aber auch ein Segen, sagt Niehus und erzählt: „Es war mein Grossvater, der gesagt hat, ich solle Medizin studieren.“ Niehus, Sohn eines Architekten, zögert, schwankt zwischen Architektur und Medizin. Dass er doch Arzt geworden ist, kam so: „Nach der Rekrutenschule war ich für eine Traumanalyse bei einem Freund meines Grossvaters eingeladen“, erzählt Niehus; „es ging um drei Träume.“ Im ersten stieg er hinter seinem Grossvater, der eine Kerze in der Hand hielt, die Treppe in dessen Studierzimmer in Bollingen hinauf, im zweiten hielt ihm der Grossvater eine Goldschatulle hin, und im letzten war er vor dem Haus des Grossvaters am Fischen und zog einen Riesenkarpfen aus dem Zürichsee. Die Deutung des Professors: „Wenn ich meinem Grossvater, dem Licht, folge, finde ich zu mir, was durch den Riesenkarpfen versinnbildlicht war.“ Der junge Niehus nahm sein Medizinstudium auf, in Basel, wie einst sein Grossvater. Den Entscheid hat er nicht eine Sekunde bereut. Im Gegenteil.

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30 Tonnen in 10.000 Einzelteile zerlegtes material und mindestens 60 Spezialisten des MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ team folgen dem FORMEL-1-Zirkus über fünf Kontinente. damit alles immer termingerecht am richtigen Ort ist, ist ein perfekt ausgeklügeltes System genauso notwendig wie jede Menge Improvisationstalent.

Der erste Flug von Antoine de Saint-Exupéry

Antoine de Saint-Exupéry, Flieger und Schriftsteller, wurde bereits mit 12 Jahren auf dem Flugplatz von Ambérieu unweit seines Elternhauses vom „Flugfieber“ gepackt.

Die Zeit ist reif

Die Parallelen zwischen FORMEL 1-Motorsport und Haute Horlogerie sind nicht zu übersehen: Technologie, Innovation und modernstes Design spielen in beiden Bereichen eine zentrale Rolle, und beide werden von der Zeit bestimmt. Das MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ Team möchte das Rennen gegen die Zeit gewinnen – und IWC Schaffhausen gibt den Rhythmus vor.

Höhenflug

Es ist keineswegs aus der Luft gegriffen, dass sich IWC-Fliegeruhren zu wahren Ikonen entwickelt haben. Die überaus beliebten Modelle stehen für die Werte von IWC und definieren das gesamte Fliegeruhrensegment der Schweizer Uhrenindustrie.

Von Generation
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Vater und Sohn sitzen am Tisch vor einer freskenverzierten Wand. Wenn sie über Geschäfte sprechen, treffen sie sich im Firmenheadquarter: einer barocken Villa nahe der norditalienischen Stadt Treviso.

Folge 3: Was hat Stil damit zu tun?

Uhren sind das bedeutendste Statement eines Mannes über seinen persönlichen Stil.