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Die Evolution der IWC-Taucheruhren findet ihre Fortsetzung.

Die Nächste Generation von IWC-Ingenieuren

Seit über 60 Jahren bildet IWC Schaffhausen hochqualifizierte Uhrmacher aus. Die Kandidaten benötigen Fingerspitzengefühl und ausgeprägtes technisches Flair. Die meisten bleiben der Nordostschweizer Manufaktur nach dem Abschluss ihrer Ausbildung über viele Jahre treu.

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Schweizer Nationalfeiertag

Entdecken Sie die verborgenen Talente der IWC Uhrmacher.

Die Zeit ist reif

Die Parallelen zwischen FORMEL 1-Motorsport und Haute Horlogerie sind nicht zu übersehen: Technologie, Innovation und modernstes Design spielen in beiden Bereichen eine zentrale Rolle, und beide werden von der Zeit bestimmt. Das MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ Team möchte das Rennen gegen die Zeit gewinnen – und IWC Schaffhausen gibt den Rhythmus vor.

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Der Bildhauer-Designer

Der Bildhauer-Designer ist ein Phänomen. Auch wer nicht viel über Design weiss, kennt seinen Ruf. Sein Name wurde zum Synonym für Ernsthaftigkeit.

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Multitalent

Brillanter Wissenschaftler, immer auf der Suche nach neuen Medikamenten gegen zahlreiche Krankheiten. Begeisterter Fussballspieler, der die Unternehmenself seines Arbeitgebers Roche trainiert. Liebhaber edler Uhren, fasziniert von der Ingenieursleistung, die in ihnen steckt. Andrew Thomas ist ein Mann mit vielen Leidenschaften.

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Haie

Im Haifischbecken schwimmen? Für Michael Muller, den preisgekrönten Fotografen aus Los Angeles, inzwischen fast so etwas wie Routine.

Entdeckungsreise

Die Kunst, ein Ingenieur zu sein

Ein Essay Von Rolf Dobelli

Text — Rolf Dobelli Datum — 18. Februar 2013

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Der Motor stotterte und soff ab. Benz wischte sich mit dem Handrücken den Schweiss von der Stirn, bückte sich über sein metallenes Geschöpf, drehte hier an einer Schraube und dort, füllte Treibstoff nach und passte auf, dass die beiden Zylinder schön geschmiert waren. Zum hundertsten Mal drehte er an der Anlasskurbel. Der Motor begann zu knattern, knatterte länger als je zuvor, knatterte immer noch – ja, er lief! 1879 bekam Karl Benz darauf das Patent. Den Zweitakter baute er wenige Jahre später zu einem Viertaktmotor aus. Damit bestückte er 1886 das erste kommerzielle Automobil der Welt.

Nach vierjähriger Bauzeit gelang den Brüdern Wright am 17. Dezember 1903 der erste motorisierte Flug. Sie erfüllten sich und der Menschheit diesen Traum ohne vorgängiges Studium wissenschaftlicher Berichte. Im Alter von 23 baute sich Hans von Ohain auf eigene Kosten ein Düsentriebwerk. Handwerkliche Unterstützung bekam er in der Werkstatt, wo er sein privates Auto reparieren liess. Nach Jahren der Tüftelei konnte er die Innovation 1937 patentieren lassen. 1939 kam es zum weltweit ersten Flug eines düsengetriebenen Flugzeuges. Die HE 178 donnerte in den Himmel und landete nach zwei Platzrunden sicher auf der Betonpiste bei Rostock. Hans von Ohain gelang dieser Coup ohne theoretisches Wissen über den Bau von Düsentriebwerken. Es gab noch keines.

Es gibt zwei Arten des Wissens – jenes, das sich in Worte fassen lässt, und jenes, das sich nicht oder noch nicht in Worte fassen lässt. Wir tendieren dazu, das in Worte gefasste Wissen heillos zu überschätzen. Wir überschätzen die Intellektuellen, die Akademiker, die Theoretiker, die strategischen Planer, die Denker und Schriftsteller (Ihr Autor inbegriffen) – und wir unterschätzen die Praktiker. Ideen, Produkte und Fähigkeiten kommen vorwiegend durch Probieren und Tüfteln zustande, weniger durch Nachlesen und Nachdenken. Nicht durch das Studium von Schwimmbüchern haben wir schwimmen gelernt. Nicht dank den Ökonomen haben wir eine Wirtschaft. Nicht die Lehrstühle für Politikwissenschaften halten unsere Demokratie aufrecht. Kurzum: nicht Universitäten führen zu einer prosperierenden Gesellschaft, sondern prosperierende Gesellschaften unterhalten Universitäten, weil sie es sich leisten können. Insofern gleichen Universitäten den Opernhäusern.

Der Ingenieur beginnt dort, wo das theoretische Wissen aufhört. Er überschreitet die Grenzen des Bekannten und tastet sich – Schritt für Schritt – ins Unbekannte vor. Der Ingenieur ist ein Macher, ein Praktiker, oft ein Hasardeur. Sein Material ist die reale Welt, nicht das Papier. Es wird wieder Zeit, diese Erschaffer, Bastler und Könner zu feiern. Viel zu lange haben wir sie vernachlässigt. Wir feiern Manager. Wir feiern Filmschauspieler. Wir feiern Sportler. Wir feiern Zentralbankpräsidenten, Hedge- Fund-Manager und CEOs. Doch wann haben wir zum letzten Mal einen Ingenieur gefeiert? Spielen sie überhaupt noch eine Rolle? Die Antwort ist augenfällig: Schauen Sie sich um. Wie viele Dinge, die Sie in Ihrem Zimmer sehen, wurden aus Bücherwissen heraus entwickelt, und wie viele durch Versuch und Irrtum? Wie viele Dinge, die Sie umgeben, sind das Ergebnis gross angelegter strategischer Planung, und wie viele sind der Passion entsprungen? Was wurde von sogenannten Managern erdacht und was von Bastlern? Es ist offensichtlich: Alles, was Sie in Ihrem Zimmer sehen, ist das Ergebnis abertausender der Stunden Ingenieursarbeit – vom Kugelschreiber über das Tischdesign bis hin zur Glühbirne. Die Programme, die auf Ihrem Rechner laufen, die Apps auf Ihrem iPhone: alles Tüftlerarbeit.

Und doch – wo bleibt unsere Bewunderung für diese Leistungen? Wo bleibt unsere Hochachtung vor den „Stars des Praktischen“? Vielleicht hat ihre Nichtbeachtung mit ihrer Anonymität zu tun. Thomas Edison verkündete vor hundert Jahren: „Es gibt keine Organisation. Ich bin die Organisation.“ Leonardo da Vinci hätte es nicht anders ausgedrückt: Ich bin das Genie! Das lässt sich heute nicht mehr sagen. Ingenieursarbeit ist Teamarbeit geworden. Und damit verschwinden die einzelnen Ingenieure aus unserem Blickfeld.

Der Ingenieur beginnt dort, wo das theoretische wissen aufhört

Tourbillon

Schauen wir uns einen FORMEL-1-Wagen an. Da sind der Motor, das Cockpit, die Fahrzeugnase, die Achsen, die Reifen, das Lenkrad, die Gangschaltung, das Bremssystem und vieles mehr. Bei einem Standardauto, wie Sie oder ich es im Alltag fahren, sind die Einzelteile mehr oder weniger wie Legoklötze zusammengestellt. Als Ingenieur können Sie das Chassis verändern, ohne dass dies die Motorenleistung beeinflussen würde. Sie können die Bereifung verändern, ohne dass diese einen Einfluss auf die Zündung hätte. Nicht so bei einem Rennwagen. Ein FORMEL-1-Auto gleicht keiner Lego-Konstruktion, sondern einem Organismus. Sie entscheiden sich als Ingenieur für eine andere Lackierung, und nun müssen Sie die Beschleunigung beim Start und die Reifenbeschichtung anpassen. Sie erhöhen die Drehzahl, aber nun müssen Sie die Einspritzdüse verändern. Sie verändern die Einspritzdüse und müssen nun das Kupplungsverhalten überdenken. Sie überdenken das Kupplungsverhalten, doch dies beeinflusst den optimalen „wheel slip“ – das Verhältnis zwischen der Drehgeschwindigkeit des Antriebsrades und der Fahrgeschwindigkeit. Alles hängt zusammen. Alles wirkt zusammen. Oder, wie es in der Biologie heisst: „You can never just change one thing.“

Die Fähigkeit zum Denken in Zusammenhängen unterscheidet den heutigen Ingenieur vom Fachidioten. Ein Fachidiot ist auf eine einzige Sache verbohrt. Er weiss zum Beispiel alles über Zylinderkopf-Optimierung. Und genau dort hört sein Wissen auf. Alles, was jenseits der Zylinderkopf-Optimierung liegt, interessiert ihn nicht. Ein Ingenieur hingegen ist ein Weltmeister in seinem Fach, hat aber immer auch das Ganze im Blick – er weiss, dass er sich mit den Ingenieuren aus den andern Fachbereichen verzahnen muss. Nur so ist kompromisslose Perfektion erreichbar.

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Die Parallelen zwischen FORMEL 1-Motorsport und Haute Horlogerie sind nicht zu übersehen: Technologie, Innovation und modernstes Design spielen in beiden Bereichen eine zentrale Rolle, und beide werden von der Zeit bestimmt. Das MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ Team möchte das Rennen gegen die Zeit gewinnen – und IWC Schaffhausen gibt den Rhythmus vor.

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