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Sound Check

Wie die Ingenieure bei Mercedes-AMG im Süddeutschen Affalterbach die Motoren richtig zum Klingen bringen.

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EINE HALBE MONDREISE

30 Tonnen in 10.000 Einzelteile zerlegtes material und mindestens 60 Spezialisten des MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ team folgen dem FORMEL-1-Zirkus über fünf Kontinente. damit alles immer termingerecht am richtigen Ort ist, ist ein perfekt ausgeklügeltes System genauso notwendig wie jede Menge Improvisationstalent.

Grande Complication Dial Explained
Kleine Welt

Zeit bewegt die Welt. Knapp, aber anspruchsvoll fasst die IWC Portugieser Grande Complication den Satz von der Zeit als dem Motor aller Veränderungen zusammen. Eine Zeitmaschine, die auf dem Zifferblatt die geneigte Weltkugel zeigt.

89800 Calibre Movement
DIGITALE EWIGKEIT

Ist die Ewigkeit eine Scheibe? Beim 2009 erstmals in der Da Vinci Perpetual Calendar Digital Date-Month verwendeten Manufakturkaliber 89800 wurde die digitale Datumsanzeige neu definiert: Die dreifache Scheibenanzeige des ewigen Kalenders zeigt im Grossformat Tagesdatum sowie Monat und etwas dezenter den Schaltjahreszyklus an. Alles genial miteinander synchronisiert.

Top Secret

Über 500 hochqualifizierte Spezialisten entwickeln und konstruieren im englischen Brackley die Silberpfeile des MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ Teams. Nahezu jedes der 3.200 Fahrzeugteile wird dabei massgefertigt.

Ingenieur – die Geschichte einer Legende

Ab 1955 sorgte eine tickender „Ingenieur“ aus Schaffhausen für Furore. Die eigentliche Geschichte dieser Uhr beginnt dagegen bereits im Jahre 1888.

Kilo-Echo-Romeo-Alfa-Mike-India-Kilo

Der Werkstoff Keramik findet überall da Anwendungen wo hohe Anforderungen gestellt werden und Spitzenleistungen gefragt sind

Institute of swiss watchmaking IOSW

Die stetig wachsende Nachfrage nach Luxusuhren führt zu einem vermehrten Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die Uhrenherstellung und -wartung.

Entdeckungsreise

Ein Überflieger mit Großdatums- und Großmonatsanzeige

Text — Alexander Linz Datum — 13. Juni 2012

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Ist es denn überhaupt statthaft eine hochwertige Armbanduhr mit mehreren Digitalanzeigen auszustatten? Erleben wir hier gar die Renaissance der Quarzuhr? Riskieren wir demnach lieber noch einen zweiten Blick auf diese Fliegeruhr der „Spitfire“-Kollektion. Da ist keine Batterie, keine Digitalanzeige weit und breit auszumachen. Stattdessen jedoch entdecken wir drei digital ausgeführte Anzeigen. Und, die machen den Unterschied! Digitalanzeige ist eben nicht gleich digital ausgeführte Anzeige. Die kleine Wortklauberei zu Beginn soll das ganz bewusst verdeutlichen. Bezeichnete man die „Spitfire Perpetual Calendar Digital Date-Month“ salopp als Uhr mit Digitalanzeige, so würde man ihr einfach nicht gerecht, denn unter dem Zifferblatt tickt ein komplexer Uhrwerksmechanismus bestehend aus nicht weniger als 474 Einzelteilen.

Passion IWC

Der erste Flug von Antoine de Saint-Exupéry

Das Kaliber „89800“ ist ein Kalendariums-Chronograph mit jeweils zweiziffriger Großanzeige des Datums und des Monats und digital ausgeführter Schaltjahresanzeige. Der Kalender ist bis in alle Ewigkeit mechanisch programmiert. Bedingt durch die Schaltjahrregeln des Gregorianischen Kalenders ist eine Korrektur um einen Tag erst im Jahr 2100 fällig. Jedes vierte Jahr ist ja bekanntermaßen ein Schaltjahr, jedes hundertste Jahr jedoch kein Schaltjahr. Eine Ausnahme bildet dann jedes vierhundertste Jahr, das wiederum doch ein Schaltjahr ist. Für die wahrscheinlich mehreren nachfolgenden Besitzer unserer „Spitfire“ bedeutet dies, dass deren Kalenderanzeige nur alle hundert Jahre – mit Ausnahme jedes vierhundertsten Jahres – um einen Tag vorgestellt werden muss. Nach dem Vorstellen um einen Tag, am 1. März 2100, ist die nächsten hundert Jahre lang sodann keine Korrektur des Kalenders mehr notwendig. Dieser kleine Eingriff und jede andere notwendige Einflussnahme auf das Kalendarium, nachdem die Uhr zum Beispiel stehengeblieben ist, erfolgt über die Schnelleinstellung welche über die Aufzugskrone ausgeführt wird. Versenkte Einstelldrücker in den Gehäuseflanken sucht man hier vergebens.

Haute Horlogerie

Was eine Grande Complication so besonders macht

George Mallory, der berühmte britische Bergsteiger, der sein Leben am Mount Everest verlor, wurde 1924 gefragt, warum er die Besteigung dieses Bergs wagen würde. Seine Antwort ist legendär: „Weil es ihn gibt“

Die ihrerseits geniale Antriebsquelle des Kalendermechanismus ist das IWC-Chronografen-Kaliber „89361“ mit satten 68 Stunden Gangreserve. Es bezieht die Energie zum Aufziehen des Federhauses über den IWC-eigenen Doppelklinkenaufzug mit Schockabsorber. Die Unruh oszilliert mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde oder vier Hertz. Die Funktionen des Chronografen werden klassisch über ein Schaltrad gesteuert. Der Flyback-Mechanismus ermöglicht ein Nullstellen während des Stoppvorganges, ohne dass dabei die sonst übliche Reihenfolge „Stopp“, „Nullstellen“ und „Start“ ausgeführt werden muss. Ein einmaliges Betätigen des Nullstelldrückers bei „4 Uhr“ reicht aus und schon wird der laufende Stoppvorgang beendet, der Chronografenmechanismus nullgestellt und sofort wieder neu gestartet. Der Flyback-Mechanismus war ursprünglich für Piloten entwickelt worden, damit diese zeitlich vorgegebene Flug-, An- und Abflugmanöver exakt ausführen konnten. Die Vorgabe lautete: Ein Handgriff sollte genügen, damit eine Stoppuhr bei Null wieder loslief. Die Anzeige der Additionszeitmessung von Stunden und Minuten gestaltet sich beim Kaliber „89361“ extrem benutzerfreundlich. Die Stunden und Minuten können wie bei einer zweiten Uhrzeitanzeige auf dem kleinen Innenzifferblatt bei „12 Uhr“ einfach und logisch abgelesen werden. Die sonst notwendigen Totalisatoren für die gestoppten Minuten und Stunden fehlen und genau dieser Bauvorteil schafft auch den notwendigen Platz für die digital ausgeführten Anzeigen für Datum und Monat.

Genial digital

Mit der Spitfire Perpetual Calendar Digital Date-Month lanciert IWC Schaffhausen erstmals eine Fliegeruhr mit ewigem Kalender, digitaler Datums- und Monatsanzeige sowie innovativer Messanzeige. Das IWC-Manufaktur-Kaliber 89800 bürgt für einen standesgemässen Antrieb.

Aufgesetzt auf das Chronografenkaliber „89361“ und direkt unter dem Zifferblatt versieht also der IWC-Kalendermechanismus seinen Dienst. Insgesamt stellen vier große Scheiben das Datum und den Monat dar. Wie man mit Hilfe der Skizzen sehr schön erkennen kann, wird das Datum mit Hilfe zweier unterschiedlich bedruckter Scheiben zusammengesetzt. In den ersten neun Tagen verharrt die obere Scheibe so, dass von ihr ausgehend wir die Zahl Null links im Fenster am Zifferblatt sehen. Die darunter liegende Scheibe ist mit den Ziffern Null bis Neun bedruckt. Sie wird um Mitternacht um einen Schritt (Tag) gedreht und somit sehen wir am Zifferblatt die Kombinationen Null-Eins bis Null-Neun. Am Zehnten des Monats wird die obere Scheibe um einen Schritt weitergedreht und nun werden analog wie gerade beschrieben die Kombinationen Eins-Null bis Eins-Neun erzeugt. Am Zwanzigsten des Monats wird die obere Scheibe wieder um einen Schritt weitergedreht und mit Hilfe der Scheibe darunter die Kombinationen Zwei-Null bis Zwei-Neun angezeigt. Am Dreißigsten des Monats wiederholt sich das Schauspiel abermals. Die obere Scheibe wird um einen Schritt gedreht und die darunter liegende Scheibe erzeugt die Kombination Drei-Null und Drei-Eins. Der Kalendermechanismus weiß durch eine entsprechend gestaltete Programmscheibe stets ob er die Scheibenkombinationen mit Drei-Null oder Drei-Eins herstellen muss. Entfällt in einem Monat mit nur dreißig Tagen die Variante Drei-Eins, so schaltet er die Scheiben so voran, dass am Ersten des Monats Null-Eins vom Zifferblatt abgelesen werden kann. Im Februar weiß der Kalendermechanismus zudem ob es sich um einen Monat mit achtundzwanzig oder neunundzwanzig Tagen handelt. Entsprechend werden die Kombinationen der Scheiben angesteuert und die Schaltvorgänge veranlasst. Gleichzeitig wird am Ende des Monats natürlich auch der neue Monat stets richtig angezeigt. Er setzt sich ebenso aus zwei Scheiben zusammen. Während der ersten neun Monate verharrt die obere Scheibe in der Stellung Null plus ihrer viereckigen Aussparung. Die untere Scheibe dreht sich jeweils am Monatsende/Monatsanfang von Eins bis Neun weiter. Am Zifferblatt sehen wir rechts die Darstellung Null-Eins bis Null-Neun. Im zehnten Monat dreht sich die obere Scheibe um einen Schritt weiter, verdeckt dabei die darunter liegende Scheibe zur Gänze, und zeigt so die verbleibenden Monate Zehn, Elf und Zwölf an. Das ist alles technisch keine Hexerei, die Monatsstufenscheibe, eine Programmscheibe welche die Information der Monate für vier Jahre und den Schaltjahreszyklus mit neunundzwanzig Februartagen kennt, steuert die ihr zugehörigen Schaltmechanismen. Die bei „6 Uhr“ gut sichtbare, ebenfalls digital ausgeführte Scheibenanzeige für den Schaltjahreszyklus wird nur einmal im Jahr weiterbewegt. Sie zeigt dann die Ziffern Eins bis Drei und in einem Schaltjahr den Buchstaben „L“ für das englische Wort „L“eap Year an.

Spitfire Perpetual Calendar Digital Date-Month

Mehr Details

Damit bei den einzelnen Schaltvorgängen dem Basiskaliber „89361“, das Uhrwerk ist de facto ein Minimotor mit beschränkter Leistung, nicht die Puste ausgeht, waren die IWC-Konstrukteure herausgefordert. Der Mechanismus musste so berechnet werden, dass das tägliche Weiterschalten einer oder zweier Scheiben dem Uhrwerk nicht zu viel Kraft entzieht. Die Unruhamplitude würde sich verringern und das würde die Ganggenauigkeit nachhaltig beeinträchtigen. Da am Monatsende jedoch gleich zwei Scheibenmechaniken synchron bewegt werden müssen, und am Jahresende sogar drei, mussten sie dennoch etwas nachhelfen. Das Ziel war es über die gesamte Gangdauer des Manufakturkalibers „89800“ („89361“ plus Kalendermechanismus = „89800“) ein sicheres Schalten ohne spürbaren Amplitudenabfall zu gewährleisten. Diesem besonderen Werk spendierten ihre Konstrukteure dafür eine neunzehn-teilige Momentanschaltung. Es handelt sich dabei um eine separate mechanische Kraftreserve: Einen Monat lang wird vom nächtlichen Schaltvorgang des Datums eine kleine Menge Energie abgezweigt und gespeichert. Sie entlädt sich dann später punktgenau, wenn sie gebraucht wird. Also, am Monatsende, wenn neben dem Datum auch die Monatsscheibe weiterbewegt werden muss. Eine raffinierte Konstruktion die das Digitalzeitalter in einer mechanischen Uhr mit zwei übergroßen Kalendariumsanzeigen erst ermöglicht hat. Technisch wurde das so umgesetzt: Auf dem Datumsschaltrad, das sich einmal im Monat dreht, ist ein schneckenförmiger Nocken angebracht auf dem ein zusätzlicher Schalthebel aufliegt. Dieser Nocken hebt den Schalthebel jede Nacht, bis zu seinem maximalen Hub am Monatsende, ein kleines Stückchen mehr an. Der auf dem höchsten Nocken-Punkt des Datumsschaltrades aufliegende Schalthebel fällt dann exakt wenn der Monat zu Ende ist von seinem höchsten Punkt über eine Stufe zurück auf jenen Punkt wo er sich am Monatsanfang befand. Dabei wird die über einen Monat zusätzlich gespeicherte Energie freigegeben, damit die Momentan-Schaltung aktiviert und auf die Programmräder für die Monatsanzeige übertragen. Eine Sperrvorrichtung sorgt ergänzend dafür, dass auch tatsächlich nur jeweils ein Monat vorgeschaltet wird und es nicht zu einem Davongaloppieren der Anzeige kommen kann.

Verstehen Sie jetzt warum man diesen Zeitmesser nicht salopp als Digitaluhr bezeichnen sollte? Noch verständlicher wird dies, wenn wir die „Spitfire“ umdrehen und durch ihren verschraubten Saphirglasboden das Kaliber „89800“ bewundern. Zum einen sticht da die sorgfältige Oberflächenvergütung mit unterschiedlichen Zierschliffen ins Auge und zum anderen der einzigartige Aufzugsrotor. Er ist als dreidimensionale Spitfire-Silhouette ausgeführt und krönt so das Uhrwerk. Hut ab vor diesem liebevoll gestaltetem Detail und Respekt vor der Ausführung des Uhrwerks! Eine wertvolle Mechanik will demnach ebenso in ein wertvolles Gehäuse verpackt werden. Das 46 mm große 18-Karat-Rotgoldgehäuse wird der 474-teiligen Mechanik voll und ganz gerecht. Mit seinem bombierten, beidseitig entspiegelten Saphirglas betont es zudem den sportlich-eleganten Look der „Spitfire“-Kollektion. Dass das Saphirglas, wie es sich für eine ordentliche Fliegeruhr gehört, auch gegen einen plötzlichen Druckabfall geschützt ist, das sei hier nur am Rande erwähnt. Zusammen mit dem braunen Alligatorband und der 18-Karat-Rotgold-Faltschließe ist die „Spitfire Perpetual Calendar Digital Date-Month“ ein verlockendes Angebot für den Liebhaber von Fliegeruhren und exquisiter Technik. Man darf an der Stelle durchwegs nochmals formulieren: Sie ist der Überflieger innerhalb der Fliegeruhrenkollektion der IWC in Schaffhausen. Digitaluhren sehen jedenfalls anders aus.

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Inside IWC

Höhenflug

Es ist keineswegs aus der Luft gegriffen, dass sich IWC-Fliegeruhren zu wahren Ikonen entwickelt haben. Die überaus beliebten Modelle stehen für die Werte von IWC und definieren das gesamte Fliegeruhrensegment der Schweizer Uhrenindustrie.

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Ab 1955 sorgte eine tickender „Ingenieur“ aus Schaffhausen für Furore. Die eigentliche Geschichte dieser Uhr beginnt dagegen bereits im Jahre 1888.

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