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Hansjörg Kittlas über seine grosse Liebe – die Minutenrepetition

Entdeckungsreise

Das IWC-Buch

Inside IWC

Text — Manfred Fritz Datum — 1. April 2010

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—„IWC Schaffhausen. Engineering Time since 1868" 142 Jahre IWC-Geschichte, 550 Seiten, 4,4 Kilogramm, 500 Abbildungen, 3 Jahre Arbeit
—Manfred Fritz, Autor zahlreicher Publikationen über Uhren und die Uhrenindustrie. 1991 erschien sein Buch „Die Grande Complication von IWC“

Im grossen IWC-Buch „IWC Schaffhausen. Engineering Time since 1868“ wird die Geschichte der Schaffhauser Manufaktur so umfassend aufgearbeitet wie nie zuvor. Zudem verbindet es die Handwerkskunst der Feinuhrmacherei mit der Erzählkunst des Bestsellerautors Paulo Coelho und der Imagination des Künstlers Enki Bilal. Buchautor Manfred Fritz gibt einen Einblick in die Entstehung dieses Gesamtkunstwerks. Dazu die zehn bedeutendsten Uhren aus der IWC-Geschichte.

Am Anfang stand das Wort. Oder genauer: ein Satz von Paulo Coelho, mit dem die erste seiner sieben Geschichten für das neue IWC-Buch schliesst. Diese aus der Fantasie des Autors geborene Erzählung handelt von der Ankunft des Firmengründers F. A. Jones 1868 in Schaffhausen und von dessen Schwierigkeiten, bei der Rekrutierung von Mitarbeitern im konservativen handwerklichen Umfeld der Stadt Verständnis für seine kühne Idee einer rationelleren Fertigung von Taschenuhren zu gewinnen. Es ist meine persönliche Lieblingsgeschichte, weil sie mit den grenzenlosen Mitteln der Fantasie in eine geschichtliche Periode von IWC hineinblickt, von der wir mangels gesicherter Quellen am wenigsten wissen.

Der Satz lautet: „Träume, die wir nur allein träumen, sind nur Träume. Aber Träume, die wir zusammen träumen, verändern die Wirklichkeit.“ Er steht, und das hat Paulo Coelho, der grosse Erzähler und Kenner der menschlichen Psyche, sofort und treffsicher erfasst, nicht nur für die ersten Bemühungen des jungen Amerikaners Jones, in Schaffhausen Fuss zu fassen und Mitarbeiter zu finden. Er beschreibt das ganze, sich jetzt schon über 142 Jahre erstreckende Projekt IWC mit all seinen Brüchen und Erfolgen. Denn dahinter stand immer auch – oder zuerst – die Fähigkeit, Menschen für ein gemeinsames Ziel zu begeistern, selbst wenn es schier unerreichbar schien.

Am Anfang stand also dieser Satz. Das war vor drei Jahren. Paulo Coelho eilte dem Projekt schon etwas voraus – und er arbeitete unabhängig vom eigentlichen Buchteam. Aber seine Sentenz begleitete die künftige Arbeit wie ein inneres Motto. Und – auch das darf so offen gesagt werden –, die Professionalität, mit der er seine Geschichten schrieb und termingerecht ablieferte, zog das Buchteam immer wieder mit, wenn das komplexe Unternehmen mal ins Stocken geriet.

Die Geschichte der Uhrmacherei begleitet die menschliche Kulturgeschichte seit etlichen hundert Jahren wie ein Echo und spiegelt das ästhetische oder künstlerische Empfinden der jeweiligen Zeit

Denn es ging in einem intensiven, manchmal auch kontroversen Prozess darum, gemeinsam ein sehr ambitioniertes Ziel zwischen zwei Buchdeckel zu bringen: ein Buch über Uhren und Zeit, das es so vorher noch nicht gegeben hat. Zum einen, weil die Geschichte von IWC von ihren bemerkenswerten Anfängen bis heute zu den interessantesten und ungewöhnlichsten der Schweizer Uhrenbranche zählt. Zum anderen aber auch, weil allen Beteiligten das Ziel klar vor Augen stand, etwas völlig Neues zu versuchen.

Vielleicht kann man es die Verschwisterung von Kultur und Handwerk nennen. Einem Handwerk allerdings, das so, wie es bei IWC auf dem Niveau der Haute Horlogerie praktiziert wird, selbst eine kulturelle Leistung darstellt, die man natürlich so wenig braucht wie eine Bach-Kantate oder ein Bild von Picasso. Aber ohne sie wäre das Leben ärmer. Oder noch einen Schritt weiter gedacht: Des Menschen kultivierter oder eher gleichgültiger Umgang mit seiner eigenen Zeit spiegelt sich in der Wahl seines Zeitmessers. Die Geschichte der Uhrmacherei begleitet die menschliche Kulturgeschichte seit etlichen hundert Jahren wie ein Echo und spiegelt das ästhetische oder künstlerische Empfinden der jeweiligen Zeit.

Das ist die eigentliche Begründung dafür, dass es heute – aller kühlen Rationalität elektronischer Zeitmessung zum Trotz – überhaupt noch Feinuhrmacherei und damit diese seit Jahrhunderten weiter verfeinerte Fertigkeit gibt, die eine spezifische Ausprägung der Ingenieurskunst darstellt. Vor diesem Hintergrund sollten auch mehrere unterschiedliche Künste – die literarische eines Paulo Coelho, deren Visualisierung durch Enki Bilal, eine überragende Buchgestaltung, eindrucksvolle Fotografien und das Erzählen einer authentischen Geschichte mit journalistischen Sprachmitteln – zu einem interdisziplinären Gesamtwerk zusammenfinden, das im Niveau seinem eigentlichen Gegenstand entspricht.

In diesem Geist ist das neue Opus magnum der IWC von eindrucksvollem Umfang und 4,4 Kilogramm Gewicht entstanden – diesmal nicht aus der, sondern über die Manufaktur. Oder wie es Firmenchef Georges Kern bei der Vorabpremiere formulierte: „Wir wollen nicht einfach ein weiteres Buch über Uhren und eine klassische Firmengeschichte veröffentlichen. Mit einem ungewöhnlichen künstlerischen Ansatz wollen wir einem breiteren Publikum die Möglichkeit geben, die Einzigartigkeit und Faszination der Marke IWC zu erleben.“

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—IWC-Gründer F. A. Jones fertigte das nach ihm benannte Taschenuhrkaliber mit der Dreiviertelplatine und dem überlangen Rückerzeiger zur Feinregulierung

1868 – F.-A.-Jones-Taschenuhrkaliber

Nie zuvor wurde die Geschichte von IWC Schaffhausen so umfassend recherchiert und mit so viel Hintergundinformation erzählt

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—Die Fliegeruhr Mark 11 mit dem magnetfeldgeschützten Handaufzugwerk Kaliber 89

1948 – Mark 11, Kaliber 89

„Die Buchpräsentation Mitte März, die Fachjournalisten aus aller Welt auf ihrem Weg zur Basler Uhrenmesse in Schaffhausen zusammengeführt und dort in den Dialog mit Paulo Coelho, dem französischen Künstler und Illustrator Enki Bilal, mir, dem Projektteam und den Experten des IWC-Museums gebracht hat, war terminlich gut gewählt. Und die Möglichkeit, dieses nicht gewöhnliche Uhrenbuch zu erläutern und zu diskutieren, wurde intensiv genutzt.”

Man kann ein solches Buch auf vielerlei Art strukturieren. An einer Grundeinsicht führt aber kein Weg vorbei: Nur wer seine Vergangenheit versteht, kennt auch den Weg in die Zukunft. Deshalb stehen die zwei wesentlichen Aspekte, die für IWC bis heute konstitutiv sind, auch am Anfang: Das ist zum einen die Geschichte, wie IWC überhaupt nach Schaffhausen kam. Es ist aber auch die Konsequenz daraus – nämlich dass die enge Bindung zwischen Schaffhausen und der Manufaktur am Fluss bis heute etwas Unauflösliches darstellt. Es ist also einerseits, soweit rekonstruierbar, der bemerkenswerte Zufall, wie und warum F. A. Jones aus Boston ausgerechnet in die Nordschweiz gelangte. Es ist aber auch alles, was sich daraus ergibt – d.h. die Insellage des Unternehmens abseits der Schweizer Uhrenzentren mit ganz bestimmten, aus der Retrospektive gut nachvollziehbaren Konsequenzen.

Eine davon, die wichtigste, drückt sich im Buchtitel aus: „Engineering Time since 1868“. Dieser spielt auf etwas an, was zweifellos zur DNA der Manufaktur oder zum sprichwörtlichen Genius Loci und den Menschen der schweizerisch-deutschen Grenzregion gehört: Es ist die Lust am Tüfteln und der Ehrgeiz, mit den besten Mitteln und der intelligentesten Anwendung der Mechanik möglichst perfekte Lösungen hervorzubringen. Das Sein – hier Qualität, Genialität und Langlebigkeit der Werke – war bei IWC immer wichtiger als der Schein, wichtiger als Dekoration oder übertriebene Extrovertiertheit der Produkte. Das macht IWC-Uhren so eigenständig und unverwechselbar. Bis heute. Diese Konstante über 142 Jahre hinweg lässt sich beweisen. Wobei es aber, dies als Fussnote, ein komplettes Märchen ist, in Schaffhausen seien stets vorzugsweise Männeruhren gemacht worden.

Das in jeder Hinsicht grosszügig dimensionierte Buch hat die Gelegenheit geboten, die ungewöhnliche Gründungsgeschichte so ausführlich wie nötig nachzuerzählen, ohne sich in nebensächliche Details zu verlieren, und den Faden bis in die Gegenwart zu spannen. Wie nie zuvor werden auch die Akteure lebendig, die jeweils zu ihrer Zeit das Unternehmen vorangebracht haben. Und nicht zuletzt war es möglich, auf die heute klar gegliederten Produktlinien – Fliegeruhren, Portugieser, Ingenieur, Aquatimer, Da Vinci, Portofino – und ihre authentischen Wurzeln ebenso übersichtlich und ausführlich einzugehen. Und was sich dort nicht einordnen liess und für das Gesamtbild der Marke wichtig ist, findet Raum in einem weiteren Kapitel oder in einer – nicht vollständigen – Übersicht wichtiger Uhrwerkskaliber.

Aber niemand kann sich über 550 Buchseiten mogeln ohne eine wirklich tragfähige Botschaft

Der besondere Reiz aber liegt darin, dass mit den sieben von Paulo Coelho geschriebenen und von Enki Bilal illustrierten Geschichten über Firmengründung und die IWC-Uhrenlinien ein fiktionaler, philosophischer Teil dem eigentlichen Faktenteil gegenübersteht – als Buch im Buch. Coelho hat bei der Buchpräsentation gesagt, dass er sich vom Faszinosum des Themas Zeitmessung trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dem Ansinnen regelrecht hat einfangen lassen. Ein schönes Kompliment an das uhrmacherische Metier, aber auch im speziellen Fall an IWC. Und wer weiss, vielleicht wird das Thema in einem seiner künftigen Bücher wieder einmal auftauchen.

Insofern will das Werk über IWC auch kein klassisches Sammlerbuch, sondern eher eine stark erweiterte Visitenkarte der Manufaktur sein, die auch Menschen anspricht, die dem faszinierenden Thema Haute Horlogerie am Beispiel von IWC neu begegnen. Die Gratwanderung zwischen Laienverständlichkeit und einer angemessenen Professionalität, die auch den Kenner zufriedenstellt, war zugegebenermassen nicht immer ganz leicht.

Aber niemand kann sich über 550 Buchseiten mogeln ohne eine wirklich tragfähige Botschaft. Die IWC-Gründungsgeschichte ist wirklich ungewöhnlich. Haben in der Westschweiz im 16. und 17. Jahrhundert fast überwiegend aus Frankreich vertriebene Hugenotten und ihre Nachfahren das Uhrenhandwerk importiert und langsam aufgebaut, ist die Einwanderung eines amerikanischen Uhrmachers aus Boston in die Schweiz von einer ganz anderen Art – was die Motivation, aber auch, was den uhrmacherischen Hintergrund angeht.

Die amerikanische Uhrenindustrie mit ihrem Zentrum Boston war in Sachen Industrialisierung, Standardisierung und damit Präzision allen anderen überlegen. Und F. A. Jones – der leider als Unternehmer nicht so begabt war wie als Uhrmacher – war mit seiner modernen Produktionsphilosophie, für die er in der Schweiz qualifizierte, aber verglichen mit dem boomenden Nordamerika kostengünstigere Arbeitskräfte und damit einen Wettbewerbsvorteil zu finden hoffte, ein industrieller Revolutionär. In der Westschweiz mit ihrer überwiegend auf Heimarbeit basierten Uhrenherstellung stiess er damit auf Widerstand.

Ein klassischer Fall von Fortschrittsangst. Dass er danach in das industriell gerade aus dem Schlaf erwachende Schaffhausen mit seiner Rhein-Wasserkraftanlage kam, war einerseits ein Zufall, aber es war auch ein viel tiefer greifender Neuanfang, der seine Idee, mit besseren Maschinen hochwertige Uhren von gleichbleibender Qualität herzustellen, unterstützte. Dieses Jones’sche Grundmotiv der Qualität zieht sich auch nach seinem wirtschaftlichen Misserfolg 1876 durch die ganze Firmengeschichte. Alles, was wir bis heute über Jones wissen, hat Eingang ins Buch gefunden. Es ist die Geschichte eines eher tragischen Scheiterns, weil Jones auf seine Weise doch nicht so international dachte, wie es der von ihm gewählte Firmenname suggerierte, und Uhren ausschliesslich für Nordamerika fertigte, wo hohe Importzölle erhoben wurden. Aber ohne diesen gescheiterten Anfang wäre auch die Fortsetzung nicht denkbar gewesen.

Im Grunde hinterliess Jones – um ein brachenspezifisches Bild zu gebrauchen – eine fertig montierte Uhr, die aber mangels Kraft stehengeblieben war. Oder wirtschaftlich ausgedrückt: ein buchmässig total unterbewertetes Schnäppchen, das sich 1876 zuerst eine Schaffhauser Bank ohne jede Kenntnis des Metiers sicherte – und es deshalb auch nicht wieder zum Laufen bringen konnte. Erst vier Jahre später übernahm die Schaffhauser Unternehmerdynastie Rauschenbach das Unternehmen. Und da zeigt sich zum ersten Mal ein weiteres, durchgängiges Muster einer erfolgreichen Unternehmensführung: Denn sowohl der neue Patron Johannes Rauschenbach-Schenk als auch sein Sohn und Nachfolger Johannes Rauschenbach besetzten die Führungspositionen, vor allem die technischen, mit ausgesprochen qualifizierten Leuten.

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—Der mechanische Chronograph war die weltweit erste Uhr mit einem Gehäuse aus Titan

1980 – CHRONOGRAPH AUS TITAN

Noch nie zuvor ist so viel Material erforscht, entdeckt und ausgewertet worden

In diese Phase, um nur ein Stichwort zu nennen, fällt z. B. ein regelrechter Hype mit der Produktion der sogenannten Pallweber-Taschenuhren, die Stunde und Minute digital anzeigten. Aber es wurden auch so wegweisende Uhrwerke wie die Kaliber 52 und 53 entwickelt. Das Unternehmen suchte und fand neue Märkte. Und sogar noch vor der Jahrhundertwende hatte IWC schon begriffen, dass die zuerst von Frauen bevorzugte Armbanduhr eine Alternative zur Taschenuhr werden könnte. Ausserdem band der Eigentümer seine Mitarbeiter durch vorbildliche Sozialleistungen an das Unternehmen.

Die zweite für IWC bedeutsame Schaffhauser Unternehmerfamilie, die Hombergers, heiratete gewissermassen in das Uhrengeschäft ein: Ernst Jakob Homberger, Direktor der Georg Fischer AG, des bedeutsamsten Schaffhauser Industriebetriebs, war mit einer der zwei Töchter des 1905 verstorbenen Johannes Rauschenbach verheiratet und übernahm als Bevollmächtigter auch die Uhrenfabrik. Die zweite Tochter Emma Marie ehelichte 1905 einen jungen Mann, der später auf seinem Fachgebiet Weltruhm erlangen sollte: den Psychiater Carl Gustav Jung, der dadurch Teilhaber der Uhrenfabrik werden sollte. Jung beschrieb in seinen Lebenserinnerungen, wie er bereits 1896 als Student eher durch Zufall einmal in das Haus Rauschenbach in Schaffhausen gekommen war und dort auf einer Treppe ein junges Mädchen stehen sah. Er sei von dem Eindruck tief erschüttert gewesen und habe sofort mit absoluter Sicherheit gewusst, dass sie seine Frau werden würde. Er hat recht behalten.

Apropos: Auf genau dieser Holztreppe dankte im März 2010 Georges Kern den Gastgebern anlässlich eines Abendessens, zu dem Daniel Homberger, der jüngste Sohn des letzten Privateigentümers von IWC, anlässlich der Buchpräsentation eingeladen hatte. IWC-Geschichte zum Anfassen. Der letzte Patron alten Schlages, Hans Ernst Homberger, hatte die alleinige Leitung des florierenden Unternehmens 1955 von seinem Vater Ernst Jakob Homberger übernommen und erst am Ende des Krisenjahrzehnts der mechanischen Uhr – 1978 – einem Verkauf an die VDO Adolf Schindling AG zugestimmt. Der Ära Günter Blümleins als Firmenchef von 1981 bis zu dessen Tod 2001 folgte nach der Übernahme von IWC im Jahr 2000 durch die Richemont International SA eine neue Ära der stärkeren Internationalisierung und Professionalisierung der Marke unter dem neuen CEO Georges Kern.

Soweit die Geschichte im Schnelldurchgang, die im Buch natürlich mitsamt den eigentlichen Früchten des Unternehmens – seinen Uhren – aufgeblättert werden kann. Noch nie zuvor ist zu diesem Zweck so viel Material erforscht, entdeckt und ausgewertet worden. Aber auf die Frage, die Georges Kern anlässlich der Präsentation stellte, was dabei Überraschendes zutage getreten sei, gibt es in Kenntnis der Fakten eine Schlüsselantwort: IWC hat, beginnend mit F. A. Jones, immer am wichtigsten Prinzip einer überragenden Qualität festgehalten – und ist sich insofern auch über 142 Jahre selbst treu geblieben. Ausserdem haben dort immer Menschen zusammengefunden, die ihren Traum gemeinsam träumten – und damit neue Wirklichkeiten schufen. Ein Befund, der tatsächlich Anlass ist, stolz zu sein.

—Massgeschneidert für die Grösse der Portugieser wurde die Kaliberfamilie 50000 mit Pellaton-Aufzug und sieben Tagen Gangreserve

2000 – Limitierte Portugieser 2000
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