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Waldis Safes
Waldis Safes

Tresore helfen, Eigentum zu sichern – zum Beispiel auch eine wertvolle Uhrensammlung. Waldis Tresore ist der führende Safe-Hersteller in der Schweiz. Watch International hat ihn besucht.

BRUNELLO CUCINELLI

Als Brunello Cucinelli 1985 nach Solomeo kam, war es ein halbverlassenes Dorf auf einem grünen Hügel. Heute ist der Name des mittelalterlichen Borgo nahe der umbrischen Stadt Perugia weltbekannt.

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Santoni

Aus der italienischen Manufaktur von Vater und Sohn Santoni kommen elegante Schuhe von höchster Qualität. Handgefertigte Nähte und eine mehrschichtige Lederfärbung machen jeden Schuh zum Unikat

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Die Evolution der IWC-Taucheruhren findet ihre Fortsetzung.

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Moonbird

Segeln, das heisst: Freiheit, Dynamik, Lebensfreude, eins werden mit der Natur, der wogenden See. Als Patrice Quesnel für IWC mit der Luxussegeljacht „Moonbird“ in Monaco in See stach, erlebte er die Segelfahrt jedoch noch einmal ganz neu

Rettung des Paradieses

Einzigartig und absolut faszinierend: Es ist unmöglich, den Reichtum von Flora und Fauna der Galapagos-Inseln anders als mit Ehrfurcht zu betrachten

DER SIEGERTYP

Chris McCormack hat in seiner Karriere als Triathlet alles erreicht. Ein Champion mit Killerinstinkt.

Paradiesische Küste

Der Weg von Genua nach Portofino ist eine der schönsten Strecken der ligurischen Riviera und genau das Richtige für ein verlängertes Wochenende

Entdeckungsreise

Die besten Helme für die besten Fahrer

Schuberth-Helme

Text — Medard Meier Fotos — Hiepler, Brunier Datum — 27. Juni 2013

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—Persönlichster Ausrüstungsteil und Visitenkarte der Fahrer: Neben Logos von Sponsoren bleibt Raum für individuelle Verzierungen, die von Helmdesigner und Airbrush-Künstler Jens Munser aufwendig aufgespritzt werden.

Der Test kam unerwartet. Wie ein Geschoss prallte eine Stahlfeder auf Visier und Schale des Helms von Felipe Massa, als dieser mit rund 270 Stundenkilometern im Training zum Grossen Preis von Ungarn 2009 unterwegs war. Der Fahrer war sofort bewusstlos, und der Rennwagen schlitterte ungebremst in einen Reifenstapel, doch der Brasilianer überlebte.

Sein Helm hielt dem Aufprall weitgehend stand und vermochte den allergrössten Teil der gewaltigen Energie aufzunehmen. Der Kopfschutz hatte seinen Dienst erfüllt. Und die Techniker von Helmlieferant Schuberth konnten nach einigen Schrecksekunden aufatmen. Sie stehen ihren Fahrern bei jedem Rennen bei. Für jeden von ihnen halten sie drei Helme bereit. Jeder ist ein Unikat, das im eigenen Windkanal auf Ideallinien getrimmt und perfekt auf die Grösse und Bedürfnisse des Piloten abgestimmt wird.

Der Helmhersteller aus Magdeburg ist seit dem Jahr 2000 einer von drei Ausrüstern in der FORMEL 1. Das Motto lautet: „Wir wollen die besten Helme für die besten Fahrer bauen.“ Zuerst kam Nick Heidfeld, dann Michael Schumacher. Heute ist Schuberth Entwicklungspartner der Scuderia Ferrari mit Fernando Alonso und Felipe Massa und rüstet darüber hinaus den Mercedes-Piloten Nico Rosberg und den neuen Mann bei Sauber, Nico Hülkenberg, aus. „Geld fliesst keines zwischen uns und den Fahrern“, sagt Geschäftsführer Marcel Lejeune. Beide Seiten gewinnen. Schuberth hat die Aufmerksamkeit, und die Rennfahrer wissen ihren verletzlichsten Körperteil unter einer Haube, die grösstmögliche Sicherheit bietet.

„Für die Piloten ist es eine Frage des Vertrauens und für uns eine Verpflichtung, an alles zu denken, was ihre Sicherheit beeinträchtigen könnte“, sagt Rennhelm-Techniker Sven Krieter, der an jedem Rennwochenende dabei ist. Dabei bleibt er stets diskret im Hintergrund, doch wenn ein Zeichen kommt, ist er sofort bereit, den Fahrern beizustehen. Die FORMEL-1-Piloten haben ihre Lieblingshelme, wie Nico Rosberg, der gerne auf den Kopfschutz zurückgreift, mit dem er in China 2012 sein erstes Rennen in der FORMEL 1 gewonnen hat. „Lass uns den schnellen Helm nehmen“, scherze er jeweils. Schuberth selbst ist schon fast aufs Siegen abonniert. Seit 2000 wurden in über 80 Rennen ihre Helme als erste abgewunken, und insgesamt fünf Mal wurden Schuberth-Helm-Träger bisher zum Weltmeister gekrönt – davon vier Mal Michael Schumacher und einmal Kimi Raikkönen.

FORMEL 1 IST DIE KRÖNUNG UNSERER ARBEIT.

—Marcel Lejeune, Geschäftsführer der Schuberth GmbH

Die Helme, die weniger als 1,8 Kilogramm wiegen, sind kleine Wunderwerke, zusammengesetzt aus 56 Teilen. Die Schale besteht aus bis zu 19 Lagen Kohlefaser sowie aus Carbon-Aramid-Hybridgewebe, was in einem Autoklav-Verfahren mit viel Druck und Hitze gepresst und ausgehärtet wird. Es ist eine Materialtechnologie, wie sie im Raketenund Flugzeugbau zum Einsatz kommt. Das Visier, der kritischste Punkt eines Helms, ist aus drei Millimeter dickem Polycarbonat gefertigt und gilt als beschusssicher.

Die seitlichen Verankerungspunkte im Helm für das HANS-System („Head and Neck Support“) müssen im Labortest einer Zugkraft von 1,4 Tonnen standhalten, was gut zwei Kleinwagen entspricht, die man sich aufgehängt an den Helmseiten vorstellen könnte. Das HANS-System sorgt dafür, dass der Kopf selbst bei höchsten Fliehkräften stabil bleibt, wie sie beispielsweise bei einem Frontalzusammenstoss auftreten können. Das System senkt dabei die Belastungen für Kopf und Nacken um bis zu 20 Prozent.

Neben der Reissprobe müssen die Helme ebenfalls einen harten Aufpralltest bestehen. Dazu werden sie mit einem Dummy-Kopf aus Metall aus einer Höhe von 4,8 Metern mit bis zu 9,5 Metern pro Sekunde auf eine Stahlspitze fallengelassen. Die Oberfläche darf praktisch keine Spuren davontragen und im Innern darf der Aufprall höchstens mit 300 g wahrgenommen werden, was im Fall eines Crashs ein Hirntrauma ausschliesst. Selbstverständlich sind alle Materialien so feuersicher und hitzebeständig, dass Temperaturen um 740 Grad dem Helm nichts anhaben können.

Schuberth Helmets
—Wunderwerke der Sicherheitstechnik: Die Helme, die weniger als 1,8 Kilogramm wiegen, sind aus 56 Teilen zusammengesetzt. Die Schale besteht aus bis zu 19 Lagen Kohlefaser.
—Zwei Kleinwagen, aufgehängt an den Helmseiten: Die seitlichen Veranker ungspunkte im Helm müssen im Labortest einer Zugkraft von 1,4 Tonnen standhalten.
Schuberth Helmets
—Harter Aufpralltest: Hier werden die Helme mit einem Dummy-Kopf aus Metall aus einer Höhe von 4,8 Metern mit bis zu 9,5 Metern pro Sekunde auf eine Stahlspitze fallengelassen.

Doch die höchste Sicherheit nützt wenig, wenn der Helm dem Fahrer nicht über Stunden konstanten, allerhöchsten Tragekomfort bieten würde. Zuallererst geht es um die Belüftung, damit der Pilot selbst Extremtemperaturen von etwa 40 Grad und Luftfeuchtigkeit bis zu 80 Prozent aushalten kann, wie sie beispielsweise in Malaysia vorkommen. Zehn Liter Frischluft pro Sekunde (bei 100 Stundenkilometern) müssen durch den Helm strömen können, in dem ein raffiniertes Kanalsystem für eine optimale Verteilung sorgt. Zehn Lufteinlässe gibt es am Kopf – davon je zwei an Kinn und Visier. Dem stehen insgesamt sechs Luftauslässe entgegen.

Eine Wissenschaft für sich sind auch die Polsterungen, die so angeordnet und dimensioniert sind, dass sich der Kopf des Fahrers in dem Helm so wohl fühlt wie seine Füsse in bequemsten Pantoffeln. Und gleichwohl müssen die Helmeinsätze in der Lage sein, jeden Aufschlag zu neutralisieren. Eine Herausforderung ist es auch, dem Fahrer stets klare Sicht zu bieten. Dafür sorgen über das Visier geklebte Folien, die vom Fahrer auch bei Tempo 350 blind in Sekundenschnelle abgerissen werden können, wenn sie schmutzig oder aufgrund von Regen beschlagen sind.

„Die FORMEL 1 ist die Krönung unserer Arbeit“, erklärt Marcel Lejeune. „Alles Wissen über Schutzhelme, das wir über Jahrzehnte in unterschiedlichsten Einsatzgebieten wie Bergbau, Feuerwehr, Polizei und Armee erarbeitet haben, fliesst ein.“ Schuberth, gegründet 1922, startete ursprünglich als Tochterunternehmen einer Braunschweiger Brauerei und fertigte Bierkästen. Hinzu kam wenig später die Herstellung von Kamerataschen aus Leder für Fotoapparate von Leica und Rollei. Die Kompetenz in der Lederverarbeitung führte dann zur Produktion von Innenausstattungen für Helme.

FÜR DIE FAHRER GEHT ES UM VERTRAUEN.

—Sven Krieter, Rennhelm-Techniker

Heute ist Schuberth Marktführer in allen Topsegmenten, in denen Schutzhelme benötigt werden. Kein Wunder, dass Schweizer Feuerwehrmänner und Zürcher Polizisten bei ihren Einsätzen Helme aus Magdeburg tragen. Auch die Schweizer Armee setzt voll auf die Marke Schuberth. Das Unternehmen mit 370 Mitarbeitern und einer topmodernen Fabrik kann bis 2.000 Helme pro Tag produzieren.

Doch der ganz besondere Stolz der Belegschaft sind die knapp zwei Dutzend Hightech-Unikate für die FORMEL 1. Sie sind auch der persönlichste Ausrüstungsteil eines Piloten, schon fast seine Visitenkarte. Neben Logos von Sponsoren bleibt Raum für individuelle Verzierungen, und die werden für Fernando Alonso und Co. vom Helmdesigner und Airbrush-Künstler Jens Munser aufwendig aufgespritzt.

Perfektionist und Gewichtsfanatiker Schumacher hat sich jedoch erst zufrieden gegeben, als es den Technikern gelang, das Gewicht der Lackschichten auf nur 34 Gramm zu reduzieren. FORMEL 1 – eben ein Sport der Extreme.

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Tresore helfen, Eigentum zu sichern – zum Beispiel auch eine wertvolle Uhrensammlung. Waldis Tresore ist der führende Safe-Hersteller in der Schweiz. Watch International hat ihn besucht.

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Als Brunello Cucinelli 1985 nach Solomeo kam, war es ein halbverlassenes Dorf auf einem grünen Hügel. Heute ist der Name des mittelalterlichen Borgo nahe der umbrischen Stadt Perugia weltbekannt.

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Santoni

Aus der italienischen Manufaktur von Vater und Sohn Santoni kommen elegante Schuhe von höchster Qualität. Handgefertigte Nähte und eine mehrschichtige Lederfärbung machen jeden Schuh zum Unikat

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Die Evolution der IWC-Taucheruhren findet ihre Fortsetzung.

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Moonbird

Segeln, das heisst: Freiheit, Dynamik, Lebensfreude, eins werden mit der Natur, der wogenden See. Als Patrice Quesnel für IWC mit der Luxussegeljacht „Moonbird“ in Monaco in See stach, erlebte er die Segelfahrt jedoch noch einmal ganz neu

Rettung des Paradieses

Einzigartig und absolut faszinierend: Es ist unmöglich, den Reichtum von Flora und Fauna der Galapagos-Inseln anders als mit Ehrfurcht zu betrachten

DER SIEGERTYP

Chris McCormack hat in seiner Karriere als Triathlet alles erreicht. Ein Champion mit Killerinstinkt.

Paradiesische Küste

Der Weg von Genua nach Portofino ist eine der schönsten Strecken der ligurischen Riviera und genau das Richtige für ein verlängertes Wochenende