IWC wurde gegründet
Florentine Ariosto Jones (1841–1916), Uhrmacher aus Boston, Massachusetts, gründet in Schaffhausen die International Watch Company. Sein Ziel: die Produktion von hochwertigen Taschenuhren für den amerikanischen Markt.
Tosend stürzen die Wassermassen über die Felsenklippe des weltberühmten Rheinfalls. Wenige Kilometer stromaufwärts in Schaffhausen fliesst der Rhein noch gemächlich an den Atelierfenstern von IWC vorüber. Hier begann vor über 140 Jahren die Legende eines Unternehmens, die noch heute fortgeschrieben wird. Bereits als 27-Jähriger wurde der amerikanische Ingenieur und Uhrmacher Florentine Ariosto Jones stellvertretender Direktor und Leiter der E. Howard Watch & Clock Company in Boston, eine der zu dieser Zeit führenden amerikanischen Uhrenfabriken. Obwohl die meisten das Glück damals im Westen suchten, ging Jones in die andere Richtung: Seine Reise führte ihn über den Atlantik in das damalige Niedriglohnland Schweiz. Mit den ausgezeichneten Schweizer Fachkräften, moderner Maschinentechnik aus Übersee und viel Pioniergeist wollte er hochwertige Uhren für den amerikanischen Markt herstellen. Die Fachkräfte in der Region Genf und in den abgelegenen Juratälern der Westschweiz waren skeptisch gegenüber seinen Plänen. Seit dem 17. Jahrhundert arbeiteten sie zu Hause oder in kleinen Ateliers; Jones hingegen träumte von einer modernen Manufaktur und zentraler Fertigung.
Dann traf Jones den Schaffhauser Industriellen Heinrich Moser. Schaffhausen konnte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine lange Tradition der Uhrmacherei zurückblicken: Bereits 1409 wurde im Kloster Rheinau, zehn Kilometer rheinabwärts, die erste urkundlich erwähnte Uhr gefertigt. Sie war für die Schaffhauser Kirche St. Johann bestimmt. Eine Uhrmacherzunft gab es in Schaffhausen nachweislich ab 1583. Hier hat auch die berühmte Uhrmacherdynastie der Habrechts ihren Ursprung. Sie schuf für das Strassburger Münster eine der bedeutendsten astronomischen Grossuhren. Doch erst Jones’ Vorhaben, hochwertige Manufakturuhren in grösserer Stückzahl bei immer gleichbleibenden Toleranzen herzustellen, sollte den heutigen Ruhm der Schaffhauser Uhren in aller Welt begründen.
Florentine Ariosto Jones (1841–1916), Uhrmacher aus Boston, Massachusetts, gründet in Schaffhausen die International Watch Company. Sein Ziel: die Produktion von hochwertigen Taschenuhren für den amerikanischen Markt.
Errichtung des Neubaus und heutigen Stammhauses von IWC unmittelbar am Rhein. IWC beschäftigt 196 Mitarbeiter.
Der Schaffhauser Maschinenfabrikant
Johannes Rauschenbach-Vogel
(1815 –1881) übernimmt IWC.
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt
Johannes Rauschenbach-Schenk
(1856–1905) das Unternehmen.
Neuheit: Die ersten Uhren mit digitaler Anzeige der Stunden und Minuten (System Pallweber) verlassen die Ateliers in Schaffhausen.
Herstellung der Magique, einer Taschenuhr im Cabrioletgehäuse mit 24-Stunden-Anzeige, wandelbar als Savonnette oder Lépine.
Eine der ersten bekannten Armbanduhren aus Schaffhausen wird ausgeliefert. Die Schaffhauser Uhrmacher bauen dafür das kleine Damen-Taschenuhrwerk Kaliber 64 in ein zierliches Gehäuse mit Bandanschlüssen ein. In anderen Armbanduhren findet das Damen-Taschenuhrwerk Kaliber 63 Verwendung.
Emma Marie Rauschenbach (1882–1955), Tochter von Johannes Rauschenbach, heiratet den Psychologen und Psychiater Dr. Carl Gustav (C. G.) Jung (1875–1961). Ihre jüngere Schwester Bertha Margaretha heiratet im selben Jahr den Schaffhauser Industriellen Ernst Jakob Homberger (1869–1955).
Florentine Ariosto Jones
IWC-Stammhaus
Johannes Rauschenbach-Vogel
Nach dem Tod von Johannes Rauschenbach übernimmt Ernst Jakob Homberger als Delegierter von Rauschenbachs Erben die Leitung von IWC.
IWC konstruiert mit den neu entwickelten Kalibern 75 (ohne Sekunde) und 76 (mit kleiner Sekunde) die ersten Uhrwerke speziell für Armbanduhren.
Ernst Jakob Homberger übernimmt den Anteil seines Schwagers C. G. Jung und wird Alleininhaber von IWC.
IWC kreiert elegante rechteckige Uhren, die das neu konstruierte tonneauförmige Kaliber 87 enthalten.
Die erste «Spezialuhr für Flieger» von IWC wird lanciert. Ihr beweglicher Drehring mit Registrierzeiger ermöglicht es, Abflugzeiten einzustellen. Ausserdem besitzt die Uhr eine antimagnetische Hemmung.
Die Geburtsstunde der Portugieser-Uhr: Zwei portugiesische Importeure bestellen eine Serie von grossen Armbanduhren mit sehr ganggenauen Taschenuhrkalibern.
Aus aktuellem Bedarf entwickelt IWC die Grosse Fliegeruhr 52 T. S. C. mit Zentrumsekunde.
Ernst Jakob Homberger
Die W. W. W. von IWC erscheint: eine neue Armbanduhr für den militärischen Einsatz der britischen Armee. Die auf dem Gehäuseboden eingravierten Buchstaben W. W. W. stehen für «Watch, Wrist, Waterproof», die königliche Pfeilspitze dient als Eigentumskennzeichnung. Albert Pellaton, geboren 1898, übernimmt die technische Leitung von IWC.
Das Kaliber 89 mit Zentrumsekunde und exzellenten Gangqualitäten ist Pellatons erste Konstruktion.
Die Fliegeruhr Mark 11 von IWC mit dem Kaliber 89 erscheint. Ihr Weicheisen-Innengehäuse sorgt für überlegenen Magnetfeldschutz.
Das Kaliber 85 von Albert Pellaton ist der erste automatische Aufzug von IWC. Der innovative Klinkenaufzug anstelle des herkömmlichen Wechselgetriebes ist eine zu dieser Zeit patentierte Eigenentwicklung von IWC.
Albert Pellaton
Hans Ernst Homberger übernimmt die Manufaktur als letzter privater Eigentümer. Die Ingenieur mit automatischem Aufzug wird aus der Taufe gehoben.
Konstruktion des Kalibers 44, des ersten automatischen Damenuhrwerks von IWC.
Mit der Aquatimer begründet IWC ihre Erfolgsgeschichte im Bau von Taucheruhren. Die revolutionäre Druckfestigkeit 20 bar macht sie zur professionellen Begleiterin für den Unterwassereinsatz. Die Yacht Club Automatic wird auf der Messe in Basel präsentiert.
IWC ist beteiligt an der Entwicklung des Quarzwerks Beta 21, eines Armbanduhrkalibers mit quarzgesteuertem Antrieb (Schwingungsfrequenz 8192 Hertz). Es wird eine uhrmacherische Revolution. Die Da Vinci erscheint als erste IWC-Armbanduhr mit dem Quarzwerk Beta 21.
Die Ingenieur-Tradition von IWC wird mit der neuen Ingenieur SL weitergeführt.
Entstehung des Kalibers 9721. Die erste Taschenuhr von IWC mit Kalendarium und Mondphasenanzeige. IWC beginnt mit der Konstruktion ihrer Komplikationen, u. a. einer Reihe von komplizierten Taschenuhren, die teilweise auch skelettiert werden.
Hans Ernst Homberger
In Zusammenarbeit mit dem Gestalter F. A. Porsche entsteht die erste Armbanduhr mit eingebautem Kompass. Im gleichen Jahr übernimmt der deutsche Instrumentenbauer VDO Adolf Schindling AG IWC.
IWC produziert den weltweit ersten Chronographen im Titangehäuse, die Gestaltung kommt von F. A. Porsche. Das Savoir-faire der Titanverarbeitung erarbeitet sich IWC im Erfahrungsaustausch mit Aérospatiale und anderen führenden Technologieunternehmen.
IWC konzipiert die strapazierfähige Taucheruhr Ocean 2000 aus Titan, druckfest 200 bar.
Die Da Vinci ist der erste IWC-Chronograph mit ewigem Kalender, der auf fünfhundert Jahre im Voraus mechanisch programmiert ist und ausschliesslich über die Krone korrigiert wird. Eine weitere Exklusivität: Die Jahreszahlen werden vierstellig angezeigt.
Als neuen Gehäusewerkstoff verwendet IWC erstmals Zirkoniumoxid, eine kratzfeste sowie abrieb- und verschleissfeste Keramik.
Mit der Novecento (italienisch für «20. Jahrhundert») präsentiert die Schaffhauser Manufaktur die erste rechteckige, wasserdichte und automatische IWC-Uhr mit ewigem Kalender.
Der feinuhrmacherische Quantensprung: Die Grande Complication fürs Handgelenk erscheint mit zahlreichen Funktionen – einem Chronographen mit ewigem Kalender, Minutenrepetition und Mondphasenanzeige. Sieben Jahre Entwicklung benötigte diese Meisterleistung.
Der absolute Höhepunkt uhrmacherischer Leistung heisst Il Destriero Scafusia. Zum 125. Geburtstag der Schaffhauser Manufaktur wird die zu dieser Zeit weltweit komplizierteste mechanische Armbanduhr in einer einmaligen Serie von 125 Stück aufgelegt. Tourbillon, Rattrapante, Minutenrepetition, ewiger Kalender und zahlreiche andere Komplikationen sind die Merkmale dieser Weltexklusivität. Zum 125. Geburtstag legt IWC auch eine limitierte Serie der Portugieser-Uhr auf und belebt damit die Tradition der grosskalibrigen, präzisen Armbanduhren.
Die Fliegeruhr Mark XII setzt die Tradition der legendären Mark 11 fort.
Zum 10. Geburtstag des automatischen Da Vinci Chronographen erscheint die Da Vinci mit einem zehnten Zeiger als Rattrapante. Ausserdem neu: die Portugieser Chrono-Rattrapante, ein grosskalibriger Chronograph mit Schleppzeiger. Unüberhörbar ist schliesslich die dritte Neuheit: die Portugieser Minutenrepetition.
Die neue Sportuhrenlinie GST gibt ihr Debüt.
Die IWC-Konstrukteure lancieren die Fliegeruhr UTC (Universal Time Coordinated) mit in Stundenschritten verstellbarem Stundenzeiger und einer 24-Stunden-Anzeige.
Mit der GST Deep One beweist die Manufaktur ihre uhrmacherische Kreativität auch bei den Taucheruhren: Die GST Deep One ist die erste IWC-Uhr mit mechanischem Tiefenmesser.
Il Destriero Scafusia
Mit dem Kaliber 5000, einem Grosskaliber mit 7-Tage-Werk, Anzeige der Gangreserve und automatischem Pellaton-Aufzugssystem, entwickeln die IWC-Konstrukteure ein eigenes Kaliber für grosse Armbanduhren. IWC wird von Richemont übernommen.
Günter Blümlein (1943–2001), u. a. Verwaltungsratspräsident von IWC, prägte durch seine herausragende Persönlichkeit die Entwicklung der Schaffhauser Manufaktur.
Auf dem Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf stellt IWC die Grosse Fliegeruhr mit 7-Tage-Werk, automatischem Aufzug, Anzeige der Gangreserve und Datumsanzeige vor und nimmt damit die hauseigene Tradition der Grossen Fliegeruhr wieder auf.
Die Portugieser Perpetual Calendar mit dem neu konstruierten ewigen Kalender und der weltexklusiven Hemisphärenanzeige der Mondphase beweist aufs Neue die Innovationsfähigkeit von IWC. Zweites Highlight sind die neuen Spitfire-Fliegeruhren.
IWC legt die Aquatimer-Uhrenfamilie neu auf. Ebenfalls wird die Portugieser-Familie erweitert: um die Portugieser Tourbillon Mystère, die Portugieser Minutenrepetition Squelette und die Portugieser Automatic. Auch Da Vinci und Portofino erhalten neue Modelle.
Zehn IWC-Premieren in nur einem Jahr: Die Portugieser- sowie die Da Vinci- Familie erhalten exquisiten Zuwachs, und die Ingenieur feiert nach fünfzig Jahren ein fulminantes Comeback in drei Varianten. Der neue Ostbau der Schaffhauser Manufaktur wird eingeweiht.
IWC lanciert fünf im Design veränderte klassische Fliegeruhren, u. a. die Grosse Fliegeruhr und die Fliegeruhr Chronograph. Auch die Uhren der Spitfire-Kollektion erhalten ein neues Gesicht, wie z. B. die vergrösserte Spitfire Chronograph.
IWC präsentiert eine tonneauförmige Da Vinci-Linie, darunter die Da Vinci Chronograph mit vollständig neu entwickeltem Manufakturkaliber und die Da Vinci Perpetual Calendar Edition Kurt Klaus, eine Hommage zum 50. Firmenjubiläum ihres geistigen Vaters. Weitere Premieren sind die Grosse Ingenieur und die Spitfire Doppelchronograph. Im Sommer eröffnet das neu konzipierte Uhrenmuseum. Dort, wo ehemals Gehäuse und Werkteile gefertigt wurden, präsentieren sich zahlreiche Ausstellungsstücke in modernen, lichtdurchfluteten Räumen. Eine multimediale Präsentation veranschaulicht die Unternehmensgeschichte.
Zum 140-Jahr-Jubiläum ihrer Gründung würdigt IWC die sechs legendären «Familiengründer» ihrer Uhrenfamilien in einer exklusiven IWC Vintage Collection. Der im gleichen Stil wie der Ostbau errichtete Westbau für die Uhrmacher wird bezugsfertig.
IWC präsentiert eine neue Aquatimer-Uhrengeneration mit technischen Weiterentwicklungen und neuen Modellen. Eine weitere Premiere: Die Da Vinci Perpetual Calendar Digital Date-Month wartet mit einer digitalen Anzeige von Tages- und Monatsdatum mit grossen Ziffern auf.
IWC bringt neue Modelle der Portugieser-Uhrenkollektion auf den Markt. Die Portugieser Tourbillon Mystère Rétrograde kombiniert das fliegende Tourbillon erstmals bei IWC mit einer zurückspringenden Datumsanzeige. Während die Grande Complication in einem Portugieser-Gehäuse debütiert, bringt die Portugieser Yacht Club Chronograph eine sportliche Note in die Uhrenfamilie. Bei der Da Vinci Chronograph Ceramic mit einem Gehäuse aus hochverschleissfester Hightechkeramik und Titan fasziniert besonders die schwebende Minuterie in 3-D-Optik.
Die klassisch-elegante Uhrenfamilie Portofino im neuen Look verbindet Schweizer Präzision mit italienischer Lebensfreude. Flaggschiff ist die Portofino Handaufzug Acht Tage mit dem neu entwickelten Manufakturwerk Kaliber 59210. Mit der Kombination aus Titangehäuse, Kautschukarmband und Rattrapante bereichert die Ingenieur Doppelchronograph Titan die Ingenieur-Uhrenfamilie. Im August präsentiert IWC auf dem chilenischen Cerro Paranal am Standort des European Southern Observatory (ESO) die exklusivste und komplizierteste mechanische Armbanduhr, die je in der Schaffhauser Manufaktur gebaut wurde: die Portugieser Sidérale Scafusia. Sie wartet mit einem patentierten Konstantkraft-Tourbillon sowie mit zahlreichen Komplikationen und individuell berechneten astronomischen Anzeigen auf. Jedes Exemplar wird auf speziellen Kundenwunsch gefertigt und ist ein unverwechselbares Unikat.
Das Jahr der Überflieger: IWC geht mit fünf neuen TOP GUN-Modellen an den Start. Die TOP GUN Miramar-Linie, inspiriert vom Militarydesign, verweist auf die lange IWC-Tradition bei der Herstellung von Beobachtungsuhren. Innerhalb der eleganten Spitfire-Linie mit veredeltem Look und neuen Features übernimmt die Spitfire Perpetual Calendar Digital Date-Month die Führungsposition. In der Classics-Kollektion im authentischen Cockpitdesign knüpft die Fliegeruhr Worldtimer an den Erfolg der UTC-Fliegeruhren an.
Kaliber 5000
Günter Blümlein
IWC-Ostflügel
Neue Da Vinci-Linie
Neues Da Vinci-Modell
Portugieser Grande Complication
Neue Portofino-Linie
Neue Fliegeruhren-Linie