Das Tourbillon, wörtlich übersetzt «Wirbelwind», gilt von jeher als Paradedisziplin bei mechanischen Uhren. Ursprünglich sollte die exklusivste aller Uhrenkomplikationen den in einem Schwingsystem mit Unruh und Spirale stets vorhandenen Schwerpunktfehler ausgleichen, indem dieser gleichmässig in einer Ebene verteilt wird. Der Trick: Man setzt Unruh, Anker und Ankerrad in einen winzigen Käfig und lässt diesen sich einmal pro Minute um sich selbst drehen. Diese Konstruktion stellt eine unglaubliche Herausforderung dar – das daraus entstehende filigrane Kunstwerk besteht aus 82 Teilen. In der Portugieser Tourbillon Mystère Rétrograde wird das Tourbillon als «lebendige Zwölf» und damit als visueller Mittelpunkt der Zifferblattbühne inszeniert.


















