Datum — 21. Januar 2013
Mit der Ingenieur Chronograph Silberpfeil erweckt IWC Schaffhausen den Mythos der historischen Mercedes-Benz-Rennwagen zu neuem Leben. Die Designer liessen sich vom legendären W25 inspirieren, die Techniker statteten den Chronographen standesgemäss mit einem kraftvollen Manufakturantrieb aus.
Ein altes Schwarz-Weiss-Foto, aufgenommen 1936 bei einem Autorennen in Bern, hält einen denkwürdigen Momentfest: Der spätere Technische Leiter von IWC Schaffhausen, Albert Pellaton, läuft an der Mercedes-Benz-Box mit aufgereihten W25-Silberpfeil-Rennwagen entlang. Im Hintergrundsind Mechaniker der Mercedes-Mannschaft und auch der legendäre Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer zu sehen. Hier begegnen sich für einen kurzen Augenblick leidenschaftliche Ingenieure, die jeweils auf ihrem Gebiet, der Uhrmacherkunst und dem Automobilrennsport, Hervorragendes leisteten und Technikgeschichte schrieben. Beide Domänen verbindet bis heute die Passion für Präzisionstechnik und das Streben nach maximaler Effizienz und Leistung.
Albert Pellaton konstruierte für IWC den nach ihm benannten Pellaton- Klinkenaufzug. Das Kaliber 85 mit dem ersten beidseitig aufziehenden Automatikwerk arbeitete im Gegensatz zu herkömmlichen, einseitig aufziehenden Mechanismen in beiden Drehrichtungen des Rotors und war somit wesentlich effektiver. Pellatons Erfindung verschaffte IWC in den 1950er-Jahren einen grossen technologischen Vorsprung und ist seither, ständig optimiert, ein wichtiger Bestandteil der Ingenieur-Uhrenfamilie. Die Silberpfeile von Mercedes Benz dominierten in den 1930er-Jahren und 1954/55 den internationalen Motorsport, nicht zuletzt wegen der für damalige Verhältnisse beeindruckenden Mechanikerarbeit. Mit dem W25 begann 1934 die bis heute anhaltende Erfolgs-geschichte der Mercedes-Silberpfeile. Beim Eifelrennen auf dem Nürburgring fuhr Manfred von Brauchitsch mit der 354 PS starken und ca. 300 km/h schnellen «Rennzigarre» als Erster durchs Ziel. Schon vor dem Rennen hatte der Wagen für Aufregung im Mercedes-Rennstall gesorgt, weil er bei der technischen Abnahme das zulässige Rennwagengesamtgewicht von 750 Kilogramm um genau ein Kilo überschritt. Dem Fahrer von Brauchitsch soll die Idee gekommen sein, den weissen Lack abzuschleifen, um das Gewicht auf das zulässige Limit zu verringern. Über Nacht entfernten daraufhin die Mechaniker den Lack von den Wagen. Dabei kam das typisch silbern glänzende Aluminiumblech zum Vorschein, das dem W25 und seinen Nachfolgern den Namen «Silberpfeil» einbrachte. Die Legende vom Silber pfeil war geboren.
Im Jahr 2013 vereint IWC Schaffhausen die glanzvollen Namen «Ingenieur» und «Silberpfeil» in der neuen Ingenieur Chronograph Silberpfeil. Schon auf den ersten Blick sticht das Design des Chronographen im Edelstahlgehäuse aus der Ingenieur-Kollektion heraus. Besonders auffällig ist das mit einem Perlschliff geschmückte Zifferblatt in Silber (Ref. IW378505) oder Braun (Ref. IW378511). Die Perlage, jene wolkenförmige Verzierung, die sonst eher Platinen und Brücken schmückt, ist eine Hommage an den legendären Mercedes-Benz-Rennwagen W25, dessen Instrumente in einer perlierten Armaturentafel montiert waren. Das kreisrunde Schliffbild verleiht der Ingenieur Chronograph Silberpfeil einen hochwertigen, technisch anmutenden Look und erfreut den Betrachter mit faszinierenden Lichtreflexen. Die roten Elemente auf dem versilberten bzw. braunen Zifferblatt greifen die Gestaltung von Tachometer und Drehzahlmesser auf. Die Datumsanzeige ist in den unteren Compteurintegriert, sodass die perfekte Symmetrie des Zifferblatts erhalten bleibt.
Die roten Elemente auf dem versilberten bzw. braunen Zifferblatt greifen die Gestaltung von Tachometer und Drehzahlmesser auf.
Der kraftvolle Antrieb des IWC-Manufakturkalibers 89361 gehört zum Besten, was die aktuelle Haute Horlogerie zu bieten hat. Das Werk ermöglicht es, gemessene Stunden und Minuten so einfach abzulesen wie eine Uhrzeit auf einem Innenzifferblatt. Stoppzeiten bis zu einer Minute misst der Stoppzeiger aus der Mitte. Mit seiner Hilfe lässt sich auch über die Tachymeterskala anhand einer Referenzstrecke von 1000 Metern die Geschwindigkeit messen. Besonders praktisch für alle, die auf Rennstrecken unterwegs sind, ist die Flybackfunktion für das Messen von Boxenstopps: Bei Druck auf die Rückstelltaste springt der Stoppzeiger auf null zurück und beginnt sofort eine neue Zeitmessung. Das spart die umständliche Dreierkonstellation von Stopp-, Rückstell-, und Starttaste. Der weiterentwickelte Pellaton Aufzug baut innerhalb kurzer Zeit eine Gangreserve von 68 Stunden auf. Dessen Doppelklinkenautomatik ist 30 Prozent effektiver als das von Albert Pellaton konstruierte Werk – ein Fortschritt ganz im Sinne des genialen Erfinders. Dazu kommt, dass die Ganggenauigkeit weder durch Messvorgänge noch durch die Flybackfunktion beeinträchtigt wird.
Die Ingenieur Chronograph Silberpfeil wird an einem Armband mit braunem Lederinlay getragen – auch dies inspiriert von der Motorsportwelt der 1930er-Jahre, als robuste Lederriemenverschlüsse bei der Bekleidung der Rennfahrer, aber auch im Cockpit und an der Motorhaube der Fahrzeuge allgegenwärtig waren. Im Unterschied zu damals besteht das hochwertige Armband des Chronographen aus feinstem Alligatorleder, das auf der Unterseite mit widerstandsfähigem Kautschuk verbunden ist. Auf diese Weise wird die nostalgisch anmutende Lederoptik mit dem Tragekomfort und der Haltbarkeit von Kautschuk kombiniert. Optional ist auch ein Edelstahlarmband mit Feineinstellverschluss erhältlich. Auf dem Uhrenboden zeigt eine aufwendige Gravur einen historischen Silberpfeil-Rennwagen.
Mit den Silberpfeilen gewann Mercedes-Benz zwischen 1934 und 1939 unzählige Grands Prix und Meisterschaften. Rudolf Caracciola wird mit dem W25 1935 Europameister – ein Erfolg, den er 1937 mit dem Nachfolger W125 und 1938 mit dem W154 wiederholen kann. Er und Teamkollegen wie Manfred von Brauchitsch oder Hermann Lang dominieren bis 1939 die Königsklasse des internationalen Rennsports. Die Rückkehr der Silberpfeile in die Formel 1™ feiert Mercedes-Benz 1954 beim Grand Prix von Frankreich mit einem Doppelsieg. Der Sieger Juan Manuel Fangio erringt mit seinem W196 R in diesem Jahr drei weitere Siege und wird Weltmeister. Auch 1955 dominiert der W196 R. In den sieben Saisonläufen gibt es fünf Siege, davon vier Doppelsiege, und Juan Manuel Fangio wird erneut Formel 1™- Weltmeister. Teamkollege Stirling Moss wird zu einer lebenden Legende, als er 1955 bei der Mille Miglia den Streckenrekord aufstellt. Danach zieht sich Mercedes-Benz aus dem Motorsport zurück, um sich auf die Serienfertigung zu konzentrieren. Seit 2010 kämpft das MERCEDES AMG PETRONAS Formula One™ Team wieder um Punkte, jetzt auch unterstützt vom Official Engineering Partner IWC Schaffhausen.
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IWC Schaffhausen
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