DIE NEUE IWC-MANUFAKTUR- KALIBERFAMILIE 52000

IWC Schaffhausen startet 2015 eine umfassende Manufakturwerkinitiative, die in den kommenden Jahren drei neue Kaliberfamilien «made in Schaffhausen» begründen wird. Die neuen Uhrwerke aus eigener Entwicklung und Produktion zeichnen sich durch zahlreiche technische Verbesserungen aus. Mit den technischen Neuerungen einher geht eine ästhetische Aufwertung der IWC-Uhrwerke durch ein überarbeitetes Kaliberdesign. Den Auftakt bildet die neu entwickelte IWC-Manufakturkaliberfamilie 52000, die in vier Modellen der neuen Portugieser-Kollektion zum Einsatz kommt.

TECHNISCHE VERBESSERUNGEN FÜR MAXIMALE PRÄZISION

Die Manufakturwerke der neuen IWC-Kaliberfamilie 52000 zeichnen sich durch zahlreiche technische Weiterentwicklungen aus. Die rückerlose Unruh mit einer erhöhten Frequenz von 4 Hz (28 800 Halbschwingungen pro Stunde) und die nach alter Tradition gebogene Breguet-Spirale garantieren maximale Präzision. Die neue Werkfamilie mit beidseitig aufziehendem Pellaton-Aufzug ist mit zwei Federhäusern ausgestattet. Sie versorgen die Uhren mit ausreichend Energie für sieben Tage Gangreserve und treiben kräftezehrende Komplikationen wie den neuen Jahreskalender oder den ewigen Kalender an.

—Das Manufakturkaliber 52850 versorgt die neue Funktion der Portugieser Jahreskalender (Ref. 5035) dank zweier Federhäuser mit ausreichend Energie – und hat noch genügend Power für sieben Tage Gangreserve.

Eine weitere Innovation bei diesem Antrieb ist das Material: Die Aufzugsklinken und das Automatikrad bestehen aus schwarzer Keramik; die Schwungmasselagerung ist aus weisser Keramik gefertigt, genauer gesagt aus Zirkonoxid. Durch den Einsatz dieses extrem harten Hightechmaterials arbeitet der Automatikaufzug praktisch verschleissfrei. Die Verwendung dieses schwierig zu handhabenden Werkstoffs für Werkteile ist aussergewöhnlich im Uhrenmarkt und unterstreicht einmal mehr die Rolle der Schaffhauser Manufaktur als Materialinnovatorin der Uhrenbranche.

AUFWERTUNG DES WERKDESIGNS

Die Kaliberfamilie 52000 setzt auch optisch neue Standards. Werkdesign und -finish der neuen Kaliberfamilie wurden noch einmal deutlich aufgewertet. Die Proportionen der Schwungmasse und des eingelassenen «Probus Scafusia»-Goldmedaillons fallen deutlich filigraner aus. Das erlaubt einen grosszügigen Einblick durch den Saphirglas-Sichtboden hindurch in das technische Innenleben der Uhren. Auch der verbesserte Pellaton-Aufzug mit den praktisch verschleissfreien Komponenten aus schwarzer und weisser Keramik ist gut zu erkennen.

Bei den Kalibern der Familie 52000 der Portugieser-Modelle mit ewigem Kalender ist die gravierte Schwungmasse aus massivem 18 Karat Rotgold gefertigt. Hinzu kommen gebläute Schrauben – für viele Uhrenliebhaber ein unerlässliches Accessoire exquisiter Manufakturwerke. Die Verzierung mit Perlage und Genfer Streifen, das Zusammenspiel von roten Steinen, blauen Schrauben und schwarzen Keramikelementen mit dem Rotgold der Schwungmasse – all das schafft einen hochwertigen Gesamteindruck, der diesem Manufakturwerk angemessen ist.

KALIBERFERTIGUNG MIT LANGER TRADITION

Die Vertiefung der autarken Kaliberfertigung und der Stolz auf die eigenen uhrmacherischen Fähigkeiten sind in Schaffhausen kein neues Phänomen. Bereits in einem IWC-Katalog aus dem Jahr 1895 heisst es: «Die Produktion der Originaluhrwerke erfolgt nach den Regeln der Uhrmacherei und den Gesetzen der Mathematik, sorgfältig angewendet von den besten Uhrmachermeistern. Mit Ausnahme der Zifferblätter, Zeiger und Federn wurden die allermeisten Teile in unserem Hause hergestellt.»

—Die neuen Manufakturkaliber 52610 und 52615 (Ansicht) mit gebläuten Schrauben und unterschiedlichen Zierschliffen treiben die Portugieser Perpetual Calendar mit Einzelmond (Ref. 5033) bzw. Doppelmond (Ref. 5034) an. Die gravierte Schwungmasse ist aus massivem 18 Karat Rotgold gefertigt.
—Auch die Portugieser Automatic (Ref. 5007) wird ab diesem Jahr von einem 52er Manufakturwerk angetrieben. Der Pellaton-Aufzug wurde mit weiteren Elementen aus verschleissresistenter Keramik versehen, und statt einem sorgen jetzt zwei Federhäuser für beeindruckende sieben Tage Gangreserve.

Das Streben nach Unabhängigkeit und einer grossen Fertigungstiefe ist bei IWC schon seit den Gründerjahren von F. A. Jones tief verwurzelt. Damals wie heute produziert die Schaffhauser Manufaktur nicht bis zum letzten Rädchen alles selbst, sondern konzentriert sich besonders auf Uhrwerke und Komplikationen. Uhrmacherische Glanzleistungen der Haute Horlogerie wie den ewigen Kalender, das Tourbillon, die Minutenrepetition und die Mondphasenanzeige entstehen schon seit vielen Jahren in Eigenregie.

 

Auch die Verzierung von Uhrwerken hat in Schaffhausen eine lange Vorgeschichte. Bereits die ersten F.-A.-Jones-Kaliber waren mit Gravuren und Schmuckelementen versehen. Dies liegt in der damaligen Gepflogenheit amerikanischer Uhrmacher begründet, Uhrwerke in den Geschäftsvitrinen offen zu präsentieren, sodass die Endkunden das komplexe Innenleben kennenlernten – auch wenn sie die Werke in den fertigen Uhren nicht zu Gesicht bekamen.

 

Auch die Werke der neuen Kaliberfamilie 52000 behalten trotz der aufwendigen Dekoration ihren technischen Look. Damit bleibt IWCSchaffhausen dem Engineering-Gedanken treu, für den bereits der Unternehmensgründer F. A. Jones mit seinerzeit modernsten Produktionsmethoden den Grundstein legte.

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