Innovative Materialien

 

Jedes Material verfügt über spezifische Eigenschaften und bietet andere Vorteile. Die Suche nach einem Material, das den funktionalen und ästhetischen Ansprüchen an eine Uhr gerecht wird, bildet eine zentrale Komponente des Engineering-Ansatzes von IWC. Im Laufe ihrer Geschichte hat die Manufaktur eine einzigartige Kompetenz in der Verarbeitung von Gehäusematerialien erworben.



Die jüngste Material-Innovation aus Schaffhausen ist Ceratanium® (Ceramized Titanium). Das neue Material ist so bruchsicher und leicht wie Titan, gleichzeitig aber auch ähnlich hart und kratzfest wie Keramik. Die Basis von Ceratanium® bildet eine spezielle Titanlegierung, die speziell für IWC erschmolzen wird. Aus dem Rohling werden sämtliche Komponenten des Gehäuses gefräst, gedreht und gebohrt. Danach geht es ab in den Ofen. Bei diesem Prozess findet eine Phasentransformation statt und die Oberfläche des Metalls keramisiert. So erhält sie nicht nur die typischen Eigenschaften von Keramik wie extreme Härte, sondern auch ihre auffällige mattschwarze Farbe. Anders als bei einer Beschichtung wie DLC ist die Oberfläche untrennbar mit dem Material verwachsen. Sie kann sich deshalb auch nicht lösen oder abplatzen, wenn die Uhr irgendwo anschlägt. Ceratanium® ermöglicht zum ersten Mal, sämtliche Anbauteile wie die Drücker oder die Dornschliesse in einem «Jet Black» Design ohne Beschichtung herzustellen.


Big Pilot’s Watch Constant Force Tourbillon Edition «Le Petit Prince» (Ref. IW590303)
— Big Pilot’s Watch Constant Force Tourbillon Edition «Le Petit Prince» (Ref. IW590303)

Hartgold

Hartgold ist eine neue Goldvariante, die deutlich härter und etwa fünf bis zehnmal verschleissfester ist als herkömmliches Rotgold.

 

Gold ist zeitlos und wertbeständig. Wie kaum ein anderer Werkstoff verkörpert dieses Edelmetall Luxus und Eleganz. Der reine Goldanteil eines Uhrengehäuses von IWC beträgt stets 75 Prozent, was 18 Karat entspricht. Das Gold wird dabei mit anderen Materialien legiert und erhält auf diese Weise die gewünschte Farbe. Hartgold ist eine spezielle neue Variante von Rotgold. Das Material wird in einem ausgeklügelten Herstellungsprozess gefertigt, bei dem die Mikrostruktur der Legierung verändert wird. Deshalb ist das Material deutlich härter und auch fünf- bis zehnmal verschleissfester als herkömmliches Rotgold. Zum ersten Mal wurde Hartgold für die Big Pilot’s Watch Constant Force Tourbillon Edition «Le Petit Prince» (Ref. 590303) verwendet. Das neue Material eignet sich ideal für das voluminöse Gehäuse und die markante Diamant-Krone der Big Pilot’s Watch.

 


Bronze gehört zu den ältesten Materialien der Menschheitsgeschichte. Ihre Verwendung für die Herstellung von Kulturgütern ist bereits ab der Mitte des 4. Jahrtausends vor Christus belegt. Mit dem metallurgischen Sammelbegriff Bronze bezeichnet man Legierungen, die einen Kupferanteil von mindestens 60 Prozent aufweisen. IWC setzt für Uhrengehäuse sogenannte Aluminiumbronze ein, die neben Kupfer auch Aluminium und Eisen enthält. Diese spezifische Zusammensetzung macht die Legierung rund 50 Prozent härter als Standardbronze und damit ähnlich hart wie Edelstahl. Ein zusätzliches Merkmal ist auch die hohe Biokompatibilität des Materials: Als einzige Bronze ist sie für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie zugelassen. Bronze, wie sie unter anderem bei der Pilot’s Watch Automatic Spitfire (Ref. 326802) eingesetzt wird, entwickelt mit der Zeit eine einzigartige Patina. Dadurch wird jede Uhr zu einem Unikat.


 

 

Da Vinci Perpetual Calendar (Ref. 3755)
— Da Vinci Perpetual Calendar (Ref. 3755)

 

Die Basis von technischer Keramik, wie sie bei Uhren verwendet wird, bilden polykristalline Pulver wie Silikate, Aluminiumoxid oder Siliziumkarbid. Unter der Beigabe von Hilfsstoffen werden sie zu einer homogenen Masse vermischt, in Form gebracht und unter hohen Temperaturen im Ofen ausgebacken. Bei diesem sogenannten Sintern verflüchtigen sich die Hilfsstoffe und es bilden sich extrem stabile Keramikkörper. Die Herstellung eines Uhrengehäuses ist jedoch sehr anspruchsvoll, weil die Keramik während des Brennvorgangs um rund einen Drittel schrumpft. Damit das Uhrwerk später präzise in das Gehäuse passt und minime Toleranzen eingehalten werden, muss dieser Grössenverlust bereits in der Konstruktion miteinberechnet werden. Mit der Da Vinci Perpetual Calendar (Ref. 3755) hat IWC im Jahr 1986 die erste Keramikuhr der Welt vorgestellt. Seither hat die Manufaktur auch Uhrengehäuse aus schwarzer Borcarbid-Hochleistungskeramik oder brauner Siliziumnitrid-Keramik lanciert. Die jüngste Keramik-Innovation aus Schaffhausen ist das sandfarbene Keramikgehäuse des Pilot’s Watch Chronograph Top Gun Edition «Mojave Desert» (Ref. 389103).


 

Wenn etwas belastbar, extrem widerstandsfähig und dennoch leicht sein muss, dann ist Titan die richtige Wahl. Das Metall ist aussergewöhnlich robust und rund ein Drittel leichter als Stahl. Aufgrund seiner Hautverträglichkeit und den antiallergischen Eigenschaften wird es unter anderem auch in der Medizin für Implantate verwendet. Alle diese Eigenschaften prädestinieren Titan geradezu für Uhrengehäuse. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass das Metall aussergewöhnlich zäh und schwierig zu bearbeiten ist. Nach jedem Arbeitsgang muss es weichgeglüht oder abgekühlt werden. Mit dem IWC Porsche Design Titanchronograph (Ref. 3700) hat IWC im Jahr 1980 die erste Armbanduhr der Welt aus Titan präsentiert. Das für die Herstellung benötigte Fachwissen hatten die Ingenieure aus Schaffhausen in einem intensiven Austausch mit Experten des französischen Luft- und Raumfahrtunternehmens Aérospatial erworben. Titan-Uhren bilden seither einen festen Bestandteil des Portfolios, etwa bei den Fliegeruhren oder bei der Ingenieur.

 

 

Porsche Design Titanium Chronograph (Ref. IW370204)

Platin

Platin ist das seltenste, kostbarste und reinste aller Schmuckmetalle. Es ist unvergänglich und besticht mit einem einzigartigen, weisslichen Schimmer.

 

Seit Milliarden von Jahren schlummert Platin in den Tiefen der Erde. Aber erst seit ein paar hundert Jahren ist der Mensch in der Lage, das grauweisse, hell glänzende Metall zu gewinnen und zu verarbeiten. Platin ist extrem selten und kostbar. Um eine einzige Unze dieses Metalls zu gewinnen, müssen rund zehn Tonnen Erz abgebaut werden. Anschliessend sind über hundert Arbeitsschritte nötig, um das Platin aus dem Erz zu lösen. Dieser Prozess kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Aufgrund seines ungewöhnlich hohen Feingehalts ist Platin schwerer als Silber oder Gold. IWC setzt Platin etwa für die Portugieser Perpetual Calendar (Ref. IW503406) ein. Das unvergängliche und edle Material verleiht jeder Armbanduhr einen ganz speziellen Charakter.

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