TIMELINE

Die Geschichte von IWC beginnt mit Pioniergeist und einer mutigen unternehmerischen Idee: 1868 gründet der amerikanische Uhrmacher Florentine Ariosto Jones in Schaffhausen die International Watch Company. Mit der Hilfe hoch qualifizierter Schweizer Fachkräfte, moderner Maschinentechnik und der Wasserkraft des Rheins will er Taschenuhrwerke von höchster Qualität für den US-Markt herstellen.

In kurzer Zeit installiert Jones in Schaffhausen eine stark industrialisierte Produktionsinfrastruktur für die Herstellung von über 10 000 Uhrwerken pro Jahr. Die Jones-Kaliber folgen einer Plattformstrategie, wobei das «Pattern H» Anfang der 1870er-Jahre die höchste Qualitätsstufe darstellt. Die fertigen Uhren werden in die USA exportiert und dort an Händler ausgeliefert. Doch Jones kann die hohen Erwartungen seiner Aktionäre nicht erfüllen: 1875 sieht er sich zur Rückkehr nach Amerika veranlasst. Die Aktionäre von IWC bestellen den amerikanischen Uhrenmanager Frederick Francis Seeland, um Jones’ Vermächtnis fortzuführen.

1880 kauft die Schaffhauser Industriellenfamilie Rauschenbach das komplette Unternehmen und beginnt damit, die Uhren weltweit zu verkaufen. Ein neues Management sorgt für die konsequente Verbesserung der Fertigungsprozesse und die Konstruktion von neuen Uhrwerken. Unter Johannes Rauschenbach- Schenk stellt IWC ab 1884 die ersten Pallweber-Taschenuhren mit digitaler Anzeige der Stunden und Minuten her. In der ersten Hälfte der 1890er-Jahre werden 20 000 Stück der zeigerlosen Uhren produziert. Und schon für 1899 belegen die Quellen den Verkauf der ersten Armbanduhren aus Schaffhausen. Dafür bauen die Uhrmacher das Damen-Taschenuhrwerk Kaliber 64 in ein zierliches Gehäuse mit Bandanschlüssen ein.

Nach dem Tod von Johannes Rauschenbach-Schenk übernimmt 1905 Ernst Jakob Homberger das Ruder bei IWC. Homberger ist über die Heirat mit Rauschenbachs jüngster Tochter zur Familie gestossen. Zu jener Zeit ist auch sein Schwager, der berühmte Psychiater Carl Gustav Jung, im Unternehmen aktiv. 1929 übernimmt Homberger Jungs Anteile und wird alleiniger Inhaber der Manufaktur. Als strenger Patron alter Schule führt er IWC erfolgreich durch die schwere Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre. Diese Aufgabe vollbringt er unter anderem durch die Umsetzung harter Massnahmen gegenüber der Belegschaft und durch eine kluge, vorausschauende Modellpolitik.

 

Unter seiner Führung entstehen zwei Uhrenfamilien, die längst den Status von Ikonen erreicht haben. Inspiriert von seinen flugbegeisterten Söhnen lässt Homberger im Jahr 1936 eine besondere Armbanduhr für Piloten herstellen. Die Spezialuhr für Flieger begründet die bis heute bewahrte Tradition der Fliegeruhren. Als zwei portugiesische Importeure eine Serie grosser Armbanduhren mit sehr ganggenauen Taschenuhrkalibern bestellen, ist das die Geburtsstunde der Portugieser-Uhr.

Homberger beweist auch in unternehmerischen Fragen Weitblick. Mit Albert Pellaton verpflichtet er 1944 einen ausgewiesenen Spezialisten für technische Fragen und Produktionsabläufe als technischen Direktor für IWC. Pellaton treibt die Entwicklung des ersten eigenen Automatikwerks voran. Es verfügt über einen besonders effizienten automatischen Aufzug, der jede noch so kleine Bewegung des Rotors in beide Richtungen für das Spannen der Zugfeder nutzt. Seine Premiere feiert das Kaliber 85 1955 in der ersten Ingenieur, die auch über einen Weicheisen-Käfig für den Schutz des Uhrwerks vor Magnetfeldern verfügt.

 

Im gleichen Jahr stirbt Ernst Jakob Homberger, und sein Sohn Hans Ernst übernimmt die Leitung von IWC. Unter seiner Führung begründet die Manufaktur 1967 mit der Aquatimer die Tradition der sportlich-eleganten Taucheruhren. Der Zeitmesser ist bis zu einer Tiefe von 200 Metern wasserdicht und verfügt über eine innen liegende Drehlünette für das Einstellen der Tauchzeit. 1967 wird ausserdem die Yacht Club Automatic präsentiert – eine «edle Uhr, die alles mitmacht». IWC ist auch massgeblich an der Entwicklung des ersten Schweizer Quarzwerks beteiligt: Beta 21 feiert 1969 in der ersten Da Vinci mit einem markanten sechseckigen Goldgehäuse Premiere.

Der hohe Goldpreis, der starke Franken und das Aufkommen von günstigen Quarzuhren ziehen die Schweizer Uhrenindustrie Mitte der 1970er-Jahre jedoch stark in Mitleidenschaft. 1978 wird IWC von dem deutschen Instrumentenbauer VDO Adolf Schindling AG übernommen. Die neuen Besitzer holen mit Günter Blümlein einen studierten Ingenieur an Bord, der sich auch in Vertriebsund Marketingfragen bestens auskennt. Er erkennt das Potential der hochwertigen Mechanik und bestärkt Chefuhrmacher Kurt Klaus in seiner Idee, einen mechanischen ewigen Kalender zu entwickeln. 1985 feiert die Da Vinci Ewiger Kalender in Basel Premiere. Das Kalendermodul benötigt bis 2499 nahezu keine Korrektur und lässt sich ganz einfach über die Krone einstellen. 1990 kommt IWC mit der Grande Complication auf dem Gipfel der Haute Horlogerie an. Zum 125-Jahr-Jubiläum wird 1993 mit der «Il Destriero Scafusia» die zu jener Zeit komplizierteste Armbanduhr der Welt lanciert.

 

Unter Blümlein läutet IWC nicht nur die Rückkehr zur Mechanik ein, sondern begründet auch ihre bis heute einzigartige Materialkompetenz: 1980 wird die erste Armbanduhr aus Titan, 1986 die erste Armbanduhr aus schwarzer Zirkoniumoxid-Keramik präsentiert. Auch die Zusammenarbeit mit dem Industriedesigner Ferdinand A. Porsche bringt eine Reihe spezieller Zeitmesser hervor. Unvergessen sind die erste Armbanduhr mit eingebautem Kompass oder die bis 2000 Meter wasserdichte Ocean 2000.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wird IWC von Richemont übernommen. Nach dem überraschenden Tod von Günter Blümlein wird Georges Kern CEO der Manufaktur. 2002 wird die legendäre Grosse Fliegeruhr mit einem Durchmesser von 46 Millimetern präsentiert. 2003 erscheint eine Portugieser mit ewigem Kalender und Doppelmondanzeige für beide Hemisphären. Im Jahresrhythmus präsentiert IWC auf dem Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf überarbeitete Kollektionen ihrer sechs Uhrenfamilien. IWC wächst im neuen Jahrtausend stark und entwickelt sich in eine weltweit bekannte Luxusuhrenmarke.

 

Weiterhin setzt die Manufaktur auf technische Innovationen wie den digitalen ewigen Kalender, das IWC-Safe- Dive-System für das sichere Einstellen der Tauchzeit, das neue Material Ceratanium® oder den praktischen Jahreskalender. Die Manufaktur führt zudem Midsize- Modelle in den Portofino- und Pilot’s-Watches-Kollektionen sowie Damenmodelle in der Da Vinci-Familie ein. Seit 2017 befindet sich die Manufaktur unter der Führung des neuen CEO Christoph Grainger-Herr. Zum 150. Geburtstag legt IWC eine Jubiläumskollektion auf, die von Ikonen aus ihrer Geschichte wie den Pallweber- Taschenuhren oder der ersten Portugieser inspiriert ist – und die mit in einem aufwendigen Lackverfahren hergestellten Zifferblättern in den Farben Weiss und Blau erneut einen Designtrend setzt.


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